Samstag, März 17, 2012

Ist der Sänger BARRY MANILOW Jude ?

B"H

Ist der bekannte Sänger BARRY MANILOW (Copacabana, Mandy) Jude ?

Barry Manilow wurde unter dem Namen Barry Alan Pincus am 17. Juni 1943 in New York geboren. Seine Eltern sind Harold Pincus und Edna Manilow. Letztere ist jüdischer Abstammung, doch Vater Harold hatte lediglich einen jüdischen Vater und war somit kein Jude. Im Bar Mitzwah Alter von 13 Jahren änderte Barry seinen Nachnamen in Manilow. 

Da die Mutter des Barry Manilow Jüdin ist, ist auch der Sohn Jude.

Freitag, März 16, 2012

Der Nikolsburger Rebbe zur Thoralesung VAYAKEL - PEKUDE'I


Äußere Tempelmauer mit dem Robinson Bogen (Robinson’s Arch). 

Photo: Miriam Woelke
B"H

Der Nikolsburger Rebbe aus den USA bringt zum Schabbat dieser Woche eine hervorragende Parasha heraus. Unter anderem bezieht er sich darauf auf Betzalel, der in der Wüste das Geschirr bzw. die Tempelgegenstände herstellte. G – tt zeigte Betzalel sozusagen die herzustellenden Gegenstände in Visionen und Betzalel war in der Lage alles so zu formen, wie gewünscht. 

Der Rebbe zieht heraus den Schluß, dass ein jeder von uns seine individuellen Talente nutzen und ausleben soll. Wir alle sind mit einer besonderen Fähigkeit ausgestattet und unsere Aufgabe besteht darin, diese einzusetzen. 

Wie ich bereits auf meinem englischen Blog schrieb: Moshe und Betzalel sind ein gutes Beispiel dafür, wie mehrere Manager gleichzeitig ein Unternehmen leiten sollten. Nämlich in der Form, in der sich jeder auf seine Fähigkeit konzentriert und in eben diesem Gebiet arbeitet, ohne in die Geschäftsbereiche anderer einzudringen. Einer ist perfekt in der Buchhaltung, der andere im Einkauf und wieder ein anderer im Vertrieb oder der Produktentwicklung. 

Hier die vollständige Parasha des Nikolsburger Rebben: 

Donnerstag, März 15, 2012

Parashat Vayakel - Pekude'i - פרשת ויקהל-פקודי


 Im jüdischen Viertel der Altstadt von Jerusalem
Photo: Miriam Woelke
B"H
Die Thoralesung für diesen Schabbat

Die Mitzwah Schabbat wurde uns noch vor dem Mischkan gegeben um zu zeigen, dass der Schabbat wichtiger ist als die Arbeit am Mischkan. Keine Arbeit am Mischkan verschiebt den Schabbat (Rashi, Ramban, Kli Yakar, Rokeach). Daher sind alle 39 Arten von Arbeit am Mischkan für uns am Schabbat verboten. 

Die Gemara im Talmud Traktat Shabbat 70a lehrt, dass absichtliches Brechen des Schabbats mit der Todesstrafe (Steinigung) geahndet wird. Die Strafe wird jedoch nur dann ausgesprochen, wenn der Schabbat öffentlich gebrochen wurde und dafür zwei Zeugen vorhanden sind. Wer den Shabbat daheim und nicht öffentlich bricht, wird nicht mit dem Tode bestraft (Rabbi Yitzchak Luria in Pri Etz Chaim). Allerdings verletzt er mit dem Vergehen seine Seele (Neschama). 

Der Thorakommentator Ohr HaChaim vertritt eine Meinung, die auf einer Gemara im Talmud Traktat Schabbat 118 basiert: Die Einhaltung des Schabbats ist so wichtig, dass sie ein Tikun (Reparatur der Seele) für den Götzendienst ist (siehe auch Talmudkommentator RIF). Wer innerhalb der Woche Götzendienst betreibt, dem wird vergeben, wenn er den Schabbat nach allen Regeln (Halachot) einhält. 
In der vorherigen Thoraparasha Ki Tisa hieß es:  

La’ asot et HaShabbat – den Schabbat tun

Was heißt den Schabbat tun, wenn doch so viele Dinge verboten sind zu tun ? La‘ asot et HaShabbat heißt zum einen, den Schabbat vorbereiten. Daher auch das Verbot des Feuerzündes. Wir müssen vor dem Schabbat unser Essen vorbereiten. Den Schabbat tun (La‘ asot et HaShabbat) bedeutet aber auch, uns aktiv beteiligen und bereit sein, uns auf eine höhere spirituelle Stufe zu stellen. Nachdem Adam und Chava im Paradies einen spirituellen Fall der Welten verursachten, begeben wir uns jeden Schabbat mit dessen Einhaltung in eine höhere geistige Welt. Und eben dort sind jegliche Arten von Arbeit verboten, weil diese nicht Bestandteil der höheren Welt sind. Arbeit findet nur hier in unserer physischen Welt (Asiyah) statt. Begeben wir uns aber auf einen höheren Level wie am Schabbat, findet in der folgenden geistig spirituellen Welt (Yetzirah) keine Arbeit statt. 

Ferner wurde uns der Schabbat auf alle Zeiten gegeben und zugleich ist G - tt mit uns dadurch einen Bund eingegangen. Was uns wieder zum Ausgangspunkt zurückbringt, dass keine Thorainhalte verändert werden dürfen, da sie für alle Zeit gültig sind. 

Der Schabbat sowie der Bau des Mischkans dienen für uns als Tikun (Seelenkorrektur) so der Sefat Emet und ehemalige Rebbe der Chassidut Gur. Wir ehren damit G - tt und erhalten so Seine Präsenz (Schechina) in unserer Mitte. Selbst heute, wo wir kein Mischkan, bzw. Tempel mehr haben, ist Seine Präsenz immer mit uns. Ganz gleich ob wir uns in Israel oder der Diaspora (Galut) befinden.
Mit der Einhaltung des Schabbats verbinden wir unsere physische mit den geistigen Welten und bekommen eine zusätzliche Seele (Neschama Yeterah). Diese neue zusätzliche Seele hatten die Israeliten täglich bis zum Vergehen mit dem Goldenen Kalb. Seither bekommen wir sie nur noch am Schabbat. Es gibt unterschiedliche Interpretationen darüber, wann genau wir die zusätzliche Seele für den Schabbat bekommen. Manche sagen am Freitag abend mit Schabbatbeginn und andere, dass wir die Seele schon am Mittwoch bekommen. Vielleicht sollten wir alle einmal versuchen, den Schabbat vorzubereiten. Vor allem uns selbst geistig darauf vorzubereiten, das zusätzliche Licht am Schabbat zu erhalten. 

Die zweite Lesung, Parashat Pekudei, berichtet uns detailliert von der Herstellung der Ringe, welche das Mischkan befestigten, von der Brustplatte (Urim veTurim) des Cohen HaGadol (Hohepriesters) sowie von dessen Kleidung. Rabbi Samson Raphael Hirsch kommentiert, dass das Mischkan (Tabernakel) der einzige Ort auf der Welt war, in dem G - tt Seine Anwesenheit sichtbar zeigte. Anhand einer Wolke (Cloud of Glory). Es war das einzige Mal auf Erden, dass dies geschah, wenn auch der Erste Tempel zu Beginn eine außergewöhnliche Heiligkeit (Keduscha) besaß, denn dort waren unzählige Wunder alltäglich. Im Zweiten Tempel war es schon anders und beide Tempel wurden letztendlich von unseren Feinden (Babylonier & Römer) zerstört. Nur das Mischkan gelangte niemals in Feindeshand, denn ursprünglich diente es einmal als "Wohnsitz" G - ttes auf Erden. 

Schabbat Schalom

Links:

Die 39 verbotenen Tätigkeiten am Schabbat

Mittwoch, März 14, 2012

Chazanut Konzert in Tel Aviv


Chazanut Concert in der Grossen Synagoge von Tel Aviv am 20. März 2012. 
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 30 Shekel (ca. 6 Euro)

Der bekannteste Chazan auf der Veranstaltung wird der Gerrer (Gur) Chassid Chaim Adler sein.

Vishnitzer Rebbe Moshe Yehoshua Hager verstorben

B"H

In der vergangenen Nacht verstarb der Rebbe der chassidischen Gruppe Vishnitz, Rabbi Moshe Yehoshua Hager. Der Rebbe starb nach vielen Jahren des Leidens an der Alzheimer Krankheit im Alter von 95 Jahren. Die Vishnitzer gehören zu einer der größten chassidischen Gruppen Israels und sind vorwiegend in Bnei Brak angesiedelt, wo sie einen eigenen Stadtteil besitzen: Kiryat Vishnitz. 

Schon vor geraumer Zeit übernahmen, aufgrund des Krankheit des Rebben, seine zwei Söhne Israel und Menachem Mendel Hager die Führungsspitzen. Die Brüder waren dermassen zerstritten, dass beide Rebbe wurden und die Gruppe sich in zwei Richtungen aufspaltete. Angeblich soll nach der heutigen Beerdigung des Vaters Frieden unter den Brüdern eingekehrt sein, doch warten wir ab, wie es weitergeht. 

Rebbe Moshe Yehoshua Hager hatte außerdem drei Töchter, die alle wichtige Rebben ehelichten. Eine Tochter heiratete den Satmarer Rebben Aharon Teitelbaum aus New York, eine Tochter heiratete den Skverrer Rebben (New York) und eine dritte Tochter ist mit dem Belzer Rebben in Jerusalem verheiratet. Rebbe Moshe Yehoshuas Bruder, Rebbe Mordechai, ist Oberhaupt der Vishnitzer in Montsey (bei New York). 

Die ganze letzte Nacht über versammelten sich die Vishnitzer Chassidim in Bnei Brak und heute fand die Beerdigung des Rebben statt. 

Hier ein paar Photos:




Alle Photos HIER !



Kiryat Vishnitz letzte Nacht

Mehr Photos HIER !


Bei der heutigen Beerdigung 

Unter anderem sehen wir den Rebben der chassidischen Gruppe Shomre'i Emunim, den Belzer Rebben sowie den ehemaligen israelisch - ashkenazischen Oberrabbiner und jetzigen Oberrabbiner Tel Avivs, Rabbi Israel Lau.


Ich selbst sah den verstorbenen Vishnitzer Rebben ein einziges Mal bei einer Hochzeit in Kiryat Vishnitz. Das war vor ca. zwei Jahren.

Hundefutter im Judentum

B"H 

Am Themenreichtum erkennt Ihr leicht, dass es im Judentum kaum einen Bereich gibt, in dem die Halacha (Gesetzgebung) keine Rolle spielt. Falls es überhaupt einen Bereich ohne jegliche Halacha gibt. :-)

Gerade jetzt vor Pessach (Anfang April) kommt immer wieder die Frage auf, ob Tiere koscheres Essen haben sollen. Muss Hunde – oder Katzenfutter koscher für Pessach sein ? Die Antwort lautet JA, denn das Futter sollte keinerlei Getreidezusätze enthalten, da ein Jude an Pessach das verbotetene Getreide (Chametz) an den Pessachfeiertagen weder im Haus haben darf, noch sonst irgendwie in seinem Besitz haben sollte. Dies gilt für Weizen, Roggen, Hafer oder Gerste. Von daher ist es absolut nichts Ungewöhnliches, wenn in jüdischen Supermärkten, insbesondere in Israel, Hundefutter kascher le’Pessach angeboten wird. Bedeutet, ohne jegliches Getreide. 

Allgemein gilt, dass Tier nicht koscher essen müssen. 

Außer der Pessach – Regel mit dem Getreide gibt es jedoch noch eine weitere, welche im Talmud verankert ist. Kocht ein Jude aus Versehen Milch und Fleisch zusammen, so darf er dies bekanntlich nicht essen. An die Haustiere darf er das unkoschere Essen ebenso wenig verfüttern, sondern muss es in dem Fall wegwerfen. 

Wer sich im "Schulchan Aruch – Code of Jewish Law" schlaumachen will, der schaue in den Traktat Yoreh Deah, Siman 87:1 – 3.

Dienstag, März 13, 2012

Honig ist 1/60 vom Manna

B"H 

Die Gemara (rabbinische Diskussion) des Talmud Traktates Berachot 57b lehrt, dass Honig 1/60 vom biblischen "Manna (Man)" in der Wüste ist. Das 2. Buch Mose (Sefer Schmot, Exodus) 16:31 beschreibt das "Man" als weisse, süßlich schmeckende, runde sowie korianderähnliche Substanz, welches da vom Himmel fiel und die Israeliten ernährte. Ferner definiert die Thora das Man "wie ein Kuchen in Honig gebacken". 

Was also bedeutet das Statement der Gemara: "Honig sei 1/60 des einstigen Man" 

Die Talmudkommentatoren Raschi und Maharsha sehen den Zahlenwert 1/60 nicht als präzise Zahlenangabe. Die Zahl 60 werde im Talmud oftmals symbolisch benutzt, um eine große Nummer darzustellen. Honig besitzt also einen bestimmten Geschmacksanteil des einstigen Man (Manna). Selbst wenn dieser Anteil nur sehr gering sein sollte, reicht er dennoch aus, einem Ganzen ein Quentchen Geschmacksanteil zu verleihen.

Montag, März 12, 2012

Leserfrage: "Blutverzehr bei Juden"

B"H

Jemand aus der Leserschaft googelte "Blutverzehr bei Juden" und hier eine kleine Definition dazu:

Insbesondere vor Pessach (Passover) scheint nicht selten das alte mittelalterliche Ressentiment aufzukommen, dass Juden Blut christlicher Kinder trinken bzw. in ihre Pessach – Mazzot backen. Dieses antisemitische Vorurteil ist nichts weiter als eine Diffamierung, denn Juden ist der Blutgenuss laut Thora völlig untersagt. Deswegen allein werden schon bei der Tierschächtung die Tiere ausbluten lassen. Nicht gekaschertes Fleisch muss vor der der Zubereitung speziell gesalzen werden, damit das restliche Blut aus dem Fleisch heraustropft. Hierzu gibt es ein spezielles Salz zu kaufen. Kurz gesagt, im Judentum gibt es keinen Blutverzehr und schon gar keine Blutwurst, wie bei anderen Religionen.

Links:


Werden Träume wahr ?

B"H

Im Judentum sind TRÄUME ein häufiges Thema. Zum einen erfahren wir aus der Thora von Personen und deren Träume. Bekannte Beispiele hierfür sind Yosef (der Sohn des Yaakov) sowie Pharao. Darüber hinaus hält der Talmud im Traktat Berachot ein ganzes Kapitel zum Thema bereit. Unter anderem in Berachot 55a, wo Rabbi Chisda lehrt: 

"Ein positiver Traum wird niemals ganz in Erfüllung gehen genau so wie ein negativer Traum niemals völlig in Erfüllung geht". 

Bedeutet, dass viele unterschiedliche Elemente in einen Traum mit einfliessen. Zum Beispiel Dinge aus dem menschlichen Unterbewusstsein. Deswegen können gute oder schlechte Träume niemals ganz der Richtigkeit entsprechen. 

Weiter sagt Rabbi Chisda: 

"Ein schlechter Traum ist besser als ein guter Traum". 

Hierzu kommentiert der berühmte mittelalterliche Kommentatore RASCHI:

"Ein schlechter Traum sei für uns viel vorteilhafter, denn er bewege uns zur Einsicht und ggf. zur Umkehr zu G – tt". 

Im gleichen Text dieser Gemara (rabbinischen Diskussion) lehrt Rabbi Berechyah: 

"Ein Traum, der auf ein Ereignis in der Zukunft hindeutet, geht niemals ganz in Erfüllung. Ein Teil kann sich bewahrheiten, doch immer bleibt ein Rest, der nicht Realität wird". 

Auf was genau beruht die Aussage des Rabbis ? 

Als Grundlage dienen die Träume des Yosef, der da, u.a., träumte, dass sich seine elf Brüder samt Eltern einmal vor ihm verneigen werden. Als Yosef all das träumte, war jedoch seine Mutter Rachel schon gar nicht mehr am Leben. Daraus lernen wir, dass sich viele unwahre Elements in Träume einschleichen können.

Links:


Der Regenschirm am Schabbat

B"H 

Im Judentum kennen wir das Prinzip der "39 verbotenen Tätigkeiten am Schabbat". Eine beliebte Frage diesbezüglich lautet, ob ein Jude an einem verregneten Schabbat einen Regenschirm aufspannen und benutzen darf ? 

Die halachische Antwort hierauf lautet NEIN. Sollte es am Schabbat auch noch so regnen, ein Jude darf keinen Schirm aufspannen. 

Wie aber verhält es sich, wenn der Regenschirm schon vor Schabbatbeginn aufgespannt wird ? Darf der Jude dann mit dem Schirm draussen herumlaufen ? 

Halachisch wird das Aufspannen eines Regenschirmes mit dem Aufbau eines Zeltes verglichen. Dadurch, dass die Ösen des Schirmes richtig einhaken und somit der Schirm aufgespannt bleibt, verhält es sich wie mit dem Aufbau eines Zeltes. Mit dem Aufspannen eines Regenschirmes baut man sich sozusagen sein eigenes Zelt. Selbst in dem Fall, wenn der Schirm vor Schabbat schon aufgespannt wurde, darf dieser am Schabbat selbst nicht benutzt werden. Der Benutzer würde an jedem Platz mit dem Schirm ein neues Zelt bauen, denn er will den Schirm als eine Art Zelt über sich benutzen. Und BAUEN ist am Schabbat verboten, denn die Tätigkeit fällt in die Kategorie der "39 verboteten Tätigkeiten am Schabbat". 

Ferner darf ein Schirm am Schabbat ohne Eruv eh nicht getragen werden. 
(Talmud Schabbat 138a)

Links:


Samstag, März 10, 2012

Wie kam es zum Aufstieg Roms ?

B"H



Wie kam es zum Aufstieg Roms in der Antike ?

  1. Die römische Armee spaltete sich in kleinere Kohorten auf und wurde dadurch viel flexibler. Darüber hinaus konnten die kleinen Armeeeinheiten auch unabhängig voneinander agieren. 
  2. Rom verstand es, die Feinde seiner Feinde für sich zu gewinnen.

Leserfrage: Chassidut MISCHKOLTZ

B"H

Bezüglich der Leserfrage: Die chassidische Gruppe MISCHKOLTZ 

Chassidut Mischkoltz ist ansässig in Petach Tikwah bei Tel Aviv. Zu viel habe ich mich noch nicht mit Mischkoltz beschäftigt, denn immer wieder höre ich von anderen Chassidim, dass der Mischkoltzer Rebbe zu viel Public Relation um seine eigene Person betreibt. Er scheue keine Mühen, berühmt zu werden. 

In der Tat spielt Mischkoltz in der richtigen chassidischen Welt keine Rolle und den Rebben sieht man, außerhalb seiner Gemeinde, kaum irgendwo eingeladen. Trotzdem will ich die Mischkoltzer Synagoge bei Gelegenheit besuchen und Photos machen. 

Donnerstag, März 08, 2012

"Shushan Sodot" zu Aharon und dem "Goldenen Kalb"

B"H 

Das kabbalistische Buch "Shushan Sodot" erklärt, dass jene Israeliten, die da meinten, Moshe komme vom Berg Sinai nicht mehr zurück, Aharon nicht darum baten, ein "Goldenes Kalb" zu bauen. Vielmehr forderten sie einen neuen Anführer, denn Moshe war ja ihrer Meinung nach abhanden gekommen. Aharon war daher der Ansicht, dass "Goldene Kalb" werde demzufolge kein Symbol für den Götzendienst sein, sondern lediglich einen neuen Anführer repräsentieren. Dass sich die Geschehnisse überstürzten und das Kalb plötzlich doch eine G – ttesfunktion einnahm, war für Aharon unvorstellbar gewesen. 

Kabbalisten wie der berühmte mittelalterliche Rabbiner Yitzchak Luria lehren, dass das Kalb eine Art Reinkarnation war und es weitere Reinkarnationen hervorbringen sollte. Ferner war es in der Lage zu sprechen, nachdem ihm ein geheimer Name G – ttes, welcher auf einem Zettel geschrieben stand, ins Maul gesteckt worden war. 
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Quellen: 

"Shushan Sodot", Rabbi Yitzchak Lurias Thorakommentar, ZOHAR

Parashat KI TISA - פרשת כי תשא


 Photo: Miriam Woelke

B"H
Die Thoralesung für diesen Schabbat

Bei der Thoraparashat Ki Tisa, meinen viele leider immer nur, es gehe nur um das Goldene Kalb (Egel HaZahav). Bei genauem Hinschauen jedoch stellen wir fest, dass dort viele weitere wichtige Mitzwot (Gesetze) gegeben werden. Konzentrieren wir uns daher nicht nur auf das Goldene Kalb, sondern schauen wir uns die Parasha etwas genauer an.

Eine Anmerkung vorweg: Die Thora hält sich erneut nicht an die chronologische Reihenfolge (siehe Talmud Traktat Pesachim 6b). Die Abgabe des halben Schekels sowie weitere Ereignisse in Ki Tisa fanden erst nach dem Goldenen Kalb statt und nicht vorher.

G - tt beauftragt Moshe eine Volkszählung unter den Juden durchzuführen. Jeder, der älter ist als zwanzig Jahre, muss einen halben Schekel geben. Dieser Schekel ist nicht wörtlich als Währung zu verstehen, sondern als Gewichtseinheit. Später wurden diese halben Schekel gezählt und somit die genaue Anzahl der Juden ermittelt. Aus dieser Mitzwah lernen wir, dass es verboten ist, Juden auf normalem Wege zu zählen, sondern nur anhand von individuell abgegebenen Gegenständen. Ein praktisches Beispiel hierfür kann ich aus Mea Shearim geben. Eine befreundete chassidische Familie hat insgesamt zwölf Kinder. Fragt man sie jedoch nach der Anzahl ihrer Kinder so bekommt man zur Antwort, dass Juden nicht gezählt werden dürfen. 

Rabbi Samson Raphael Hirsch gibt zur gemeinsamen Abgabe in der Wüste eine philosophischere Erklärung: Aufgrund des halben Schekels hatten die Jude ein gemeinsames Ziel. Sobald eine Nation ein gemeinsames Ziel verfolgt, wird aus jedem einzelnen Individuum ein Ganzes (die Nation). In dem Moment, in dem ein Jude aufgrund von G - ttes Anweisung gezählt wird, wächst in ihm der Stolz dem jüdischen Volk anzugehören. 

Rabbi Yehudah HaLevi sieht in seinem Buch "The Kuzari" dieses als Beweis dafür, dass Juden vorzugsweise in der Anwesenheit einer Minyan (zehn jüd. Männer) beten sollen. Etwas Gemeinsames sei immer besser als daheim im stillen Kämmerlein zu sitzen.


Weiterhin sollten die Mitzwot nicht nur ausgeführt werden, sondern jeder sollte genauso einen inneren Bezug zu ihnen haben. Die innere Einstellung und Gedanken sind nicht weniger wichtig (Ner Israel – Chassidut Ruzhin). 

G - tt beauftragt Moshe ebenso ein kupfernes Kiyor (Wasserbecken) zu bauen. In diesem Kiyor sollen sich die Cohanim (Tempelpriester und zur damaligen Zeit Aharons Söhne) Hände und Füsse waschen, bevor sie ihren Dienst beginnen. Der berühmte Thorakommentator Ohr HaChaim versteht dies so, dass Hände und Füsse gleichzeitg gewaschen werden müssen. Der Cohen (Tempelpriester) plaziert seine rechte Hand auf seinen rechten Fuss und danach seine linke Hand auf seinen linken Fuß (siehe dazu Rashi zum Talmud Traktat Zevachim 19b). Dieser Vorgang symbolisiert, dass der untere Teil des Körpers gemeinsam mit dem oberen gleichzeitg geheiligt (gereinigt) wird. 

Nach der Zerstörung der beiden Tempel haben wir die Aufgabe, unser Zuhause in einen "Tempel" zu verwandeln. Schon immer wuschen Juden vor dem Essen ihre Hände genauso wie die Cohanim (Tempelpriester) vor ihrem Dienst. Deshalb fahren wir fort mit dem Netillat Yadaim, dem Händewaschen, bevor wir Brot essen und verwandeln so unseren Essenstisch in einen "Altar". 

In vielen Geschichtsbüchern lesen wir, dass aufgrund unserer Reinheitsgebote die Juden im Mittelalter viel weniger von der Pest oder sonstigen ansteckenden Krankheiten befallen wurden, was aber andererseits den Verdacht der nichtjüdischen Bevölkerung erregte, dass die Juden irgendwelche Magien betreiben. Dieses wiederum führte zu ständigen Pogromen (siehe Buch von Rabbi Joshua Trachtenberg "Jewish Magic and Superstition – A study in folk and religion). 

Nachdem die Juden am Berg Sinai die Thora bekommen hatten, sollte ihr Leben ganz anders ausschauen. Sie befanden sich auf einem für uns heute unvorstellbaren spirituellen Level (u.a. der derzeitige Rebbe der Chassidut Slonim in Jerusalem, Rabbi Shmuel Bozorowsky) und sollten unsterblich werden. Sie hatten eine zusätzliche Seele, die Neshama Yeterah. Einen kleinen Einblick darin bekommen wir heute an jedem Schabbat, wenn wir eine zusätzliche Seele bekommen. Vor dem Goldenen Kalb hatten die Juden täglich diese zweite Seele. (siehe u.a. Likutei Reuveni und Sefat Emet). 

Unzählige Kommentatoren geben der sogenannten EREV RAV die Schuld am Bau des Goldenen Kalbes. Diese Erev Rav war eine Bevölkerungsgruppe, die sich aus ägyptischen Konvertiten zum Judentum zusammensetzte. Die Konvertiten waren aus egoistischen Gründen zum Judentum konvertiert und ebenso Reinkarnationen der Generation der Flut, des Turmes zu Bavel und der Leute von Sodom (Rabbi Yitzchak Luria – Arizal). 

Nachdem die Juden wegen einer Fehlkalkulation Moshe einen Tag früher zurückerwarteten, stachelten diese Erev Rav die Juden an, das Goldene Kalb zu bauen. Chur wollte die davon abhalten, doch er wurde ermordet. Danach kamen die Leute zu Aharon, der einwilligte. 

Es gibt viele Kommentare, die sich mit der Einwilligung Aharons beschäftigen. Realistisch wäre, dass er Angst hatte, auch er könne umgebracht wird und Moshe eh bald vom Berg Sinai zurückkommt. Rabbi Yitzchak Luria (der Arizal) hat einen langen Kommentar zu dem Thema und lehrt, dass diverse Reinkarnationen in Aharon und Chur eine grosse Rolle spielten und Aharon deswegen in den Bau eines Kalbes einwilligte. 

Das kabbalistische Buch Zohar beschreibt ganz ausführlich, wie genau der Bau des Kalbes von statten ging. Gold wurde eingesammelt und zusammengeschmolzen. Die Erev Rav nutzten diverse magische Kräfte, um dieses Kalb zu erschaffen. Später wurde dem Kalb ein Zettel mit einem der Namen G - ttes in den Mund geschoben und es begann zu sprechen. 

Moshe wurde von G - tt zurückgeschickt und war geschockt über das Vorgehen der Leute im Lager. Im Talmud Traktat Avodah Zarah 44a lesen wir, dass Moshe das Kalb pulverisierte und den Staub in alle Winde verstreute. Zur Strafe wurde die Israeliten, die am Goldenen Kalb teilgenommen hatten auf dreierlei Arten bestraft. Die Levi'im (Leviten) und die Frauen nahmen übrigens nicht an dem Bau teil. Der chassidische Kommentator Shem MiShmuel sagt, dass das Mischkan (Tabernakel) als ein Tikun (Seelenreparatur) für das Goldene Kalb diente. 

Das Ereignis mit dem Goldenen Kalb war ein Disaster für die Juden damals und auch für uns heute. Hätten sie es damals nicht gebaut, würde die Welt heute ganz anders aussehen. Kabbalistische Kommentatoren vergleichen das Kalb mit dem Turm von Bavel und dem Vergehen von Adam und Eva (Chava) im Paradies. Das Buch Megaleh Amukot sieht das Goldene Kalb als Grund für die Zerstörung des Zweiten Tempels. 

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, alle Meinungen über den Bau, die Anbetung und die Folgen des Goldenen Kalbes aufzulisten und zu analysieren. Die Kommentare reichen von "Ja, die Juden leisteten Götzendienst" bis hin zu "nur die Erev Rav war involviert" oder "die Juden suchten nur einen neuen Anführer, da sie glaubten, Moshe sei ihnen abhandengekommen (siehe Rabbi Simcha Bunim von Peshis'cha)". 

Und was bleibt uns heute nach dem Vorgang mit dem Goldenen Kalb ?
Wir sollten daraus lernen, dass jeder Mensch einen freien Zugang zu G - tt hat und keine Stellvertreter geschweige denn ein Medium braucht. Wir können uns keinen G - tt als Statue bauen, sondern sollten lernen zu akzeptieren, dass G - tt für uns nicht sichtbar und außerhalb jeder menschlichen Vorstellungskraft liegt. In der Kabbalah wird G - tt Ein Sof genannt; ein G - tt ohne jeden Beginn und ohne jedes Ende. Er existierte schon immer und wird dies immer tun. Seine Handlungen sind unbegrenzt und uneingeschränkt. 

Wir können es heute nur besser machen, indem wir zu dem EINEN G - tt beten und nicht unseren negativen Gedanken folgen. Der derzeitige Rebbe der Chassidut Slonim in Jerusalem, Rabbi Shmuel Bozorowsky, nennt in seinem Kommentar einen ganz wichtigen Punkt. Obwohl die Juden das Goldene Kalb bauten, machten sie hinterher Teshuva und kehrten zu G – tt zurück. Der Teshuva – Aspekt sei hier immens wichtig und wir sehen, dass Teshuva fast immer möglich ist.

Schabbat Schalom

Diaspora versus Israel

B"H 

Eine meiner jüdischen Lieblingsschriften ist das kabbalistische Werk des marokkanischen Rabbiners Avraham Azulai "Chesed le’Avraham". Bezogen auf die erste Diaspora in Babylonien (nach der Zerstörung des Ersten Jerusalemer Tempels) schreibt Rabbi Azulai: 

Der Grund der Erschaffung des Menschen liegt darin, G – tt zu dienen. Dazu soll der Mensch seinen Verstand nutzen. Bedeutet, erkennen, dass es einen G – tt gibt und gleichzeitig erkennen, keinen Götzendienst zu betreiben. Allein einem einzigen G – tt dienen und diesen nicht aufspalten in Vater, Sohn oder sonstige Verwandte ! 

Ebenso heißt es, dass ein Jude in der Diaspora wesentlich anderen Einflüssen ausgesetzt ist und es dadurch schwerer wird, sich zum Judentum zu bekennen bzw. die Halachot einzuhalten. Es besteht die Gefahr der Assimilation und es gehört schon eine große Portion Verstand und Willen dazu, sein Judentum in der Diaspora beizuhalten. 

Ein Leben in der Diaspora kommt für mich schon lange nicht mehr in Frage, obwohl ich zugeben muss, dass ein Jude in Israel vieles als selbstverständlich ansieht. Koscheres Essen, sich seiner Religion wegen nicht rechtfertigen zu müssen und und und. Dennoch besteht auch in Israel die Gefahr, den Verstand weniger zu gebrauchen und G – tt daher etwas zu vergessen.

Mittwoch, März 07, 2012

Purim Sameach, allerseits

B"H 

Die jüdische Welt feiert Purim und ich stecke fest in der Arbeitswelt. Aufgrund des Feiertages haben morgen viele Geschäfte und Banken zu oder sind teilweise nur halbtags geöffnet. 

Manchmal glaube ich, dass einige Feiertage einfach nur für Juden existieren, die nicht arbeiten. An Purim, dem Unabhängigkeitstag oder Tisha be’Av – unser Betrieb ist stets geöffnet und die Angestellten haben keine Zeit zum Feiern. 

PURIM SAMEACH - HAPPY PURIM !

Briefträger weigern sich Missionsmaterials auszuliefern

B"H 

Ramat Gan, Israel - Dozens of Israel Postal Company employees in Ramat Gan refused to distribute thousands of copies of the New Testament to city residents. They claimed such distribution is forbidden according to the halacha laws, and might even be illegal. Both religious and secular postal workers were asked to hand out mail and advertisements on Monday, along with thousands of Christian booklets translated into Hebrew. The workers informed their supervisors that they refuse to distribute such materials. Postal officials discussed the issue with Knesset Member Zevulun Orlev (Habayit Hayehudi), who in turn talked it over with Communications Minister Moshe Kahlon, who demanded to halt the distribution until the matter is legally clarified. 


Die aktuelle Entscheidung lautet, dass die Post ausgeliefert werden muss. Selbst dann, wenn es sich um Missionsmaterial handelt, das einzig und allein dem Zweck dient, jüdische Seelen vernichten zu wollen. Da wir dieser Tage Purim feiern, sollten wir eigentlich wissen, wer unsere Feinde sind. Und christliche Missionare gehören definitiv dazu. Nichtsdestotrotz, der Götzendienst hat niemals gesiegt und wird niemals siegen. Allein das berichtet uns das "Buch Esther".

Dienstag, März 06, 2012

Online: "Megillath Esther - Das Buch Esther" auf Hebräisch / Englisch

B"H
HIER findet Ihr die "Megillath Esther - das Buch Esther" in hebräischer sowie englischer Sprache. 

Die Megillah wird am Mittwoch abend / Donnerstag gelesen, denn dann ist Purim. In Jerusalem wird die Megillah zuerst am Donnerstag abend gelesen und ein zweites Mal am Freitag morgen !!!


Montag, März 05, 2012

Ad de lo Yada

B"H
Ad de lo yadah = Solange, bis man nichts mehr weiss

Eine Anspielung auf die Mitzwah (Gesetz) des sich betrinken an Purim und zugleich ein bekannter jüdisch - relig. Song. 

Purim, dass ist die Story der Königin Esther, die im babylonischen Exil König Achaschwerosch heiratete und die gleichzeitig die Ausrottung des Jüdischen Volkes verhinderte. Am Feiertag selbst lesen wir zweimal die "Megillath Esther - Das Buch Esther", einmal abends und einmal morgens am Purim - Tag.

Purim ist nicht nur ein Feiertag, an dem ausgelassen gefeiert wird, sondern hat ebenso einen ernsthaften historischen Hintergrund. Der Talmud Traktat Megillah informiert uns über sämtliche Details zu dem Fest (hebrä. Chag) und der Schulchan Aruch (Code of Jewish Law) vermittelt uns die mit dem Feiertag verbundenen Halachot (Gesetze).

Ich weiß nicht, wie es anderen ergeht, doch in Jerusalem ist es keine Seltenheit, schon Wochen vor dem Fest so mancherlei verkleidete Leute zu sehen. Die Kostümierung ist vielleicht vergleichbar mit dem deutschen Fasching, aber Purim hat einen relig. sowie historischen Hintergrund. Selbst die traditionellen Hamantaschen (dreieckiges Gebäck mit verschiedenen Füllungen wie Schokolade, Marmelade oder Dattelcreme) sind schon längst zu haben.

In der Gemara des Talmud Megillah heißt es, dass Königin Esther selbst die Weisen darum bat, die Megillah zu verfassen und sie am Purim - Fest verlesen zu lassen. Die Weisen antworteten ihr folgendermassen: Damit wirst Du den Zorn der anderen Nationen auf uns (die Juden) ziehen, da diesen behaupten werden, dass wir den Untergang unserer Feinde feiern. Esther schrieb zurück: Ich erscheine sowieso schon in den Chroniken der Könige von Persien und Media.

Esther wollte, dass ihre Story und der damit verbundene Lebenswillen des Jüdischen Volkes an alle folgenden Generationen weitergegeben wird. Der Bösewicht der Megillath Esther ist Haman, der wiederum ein Nachfahre des Amalek (Enkel des Esav) war. Amaleks Ziel ist es, dass Jüdische Volk zu vernichten und bis heute erinnern wir uns, dass es einen Amalek gab und immer noch gibt. Nicht nur ist Amalek eine Person, die vor weit mehr als Tausend Jahren starb, sondern Amalek befindet sich in jeder Generation. Es sind jene Menschen, welche die Juden vernichtet sehen wollen, wie die Römer, die Deutschen zu Zeiten Hitlers oder der derzeitige iranische Präsident. Allerdings ist "Amalek" eher als KONZEPT zu betrachten anstatt einer gesamte Bevölkerungsgruppe. Das chassidische Buch Baer Moshe, zum Beispiel, sieht in Amalek unsere eigene "Yetzer HaRah - negative Seite in uns selbst".

Der Thora - u. Talmudkommentator Raschi sieht es als positiv, wenn alle anderen Nationen von der Story erfahren. So seien sie wenigstens in der Lage zu sehen, was den Todfeinden des Jüdischen Volkes geschieht. 

Jeder hat so seine Vorlieben für einen Feiertag oder etwas, was er daran nicht mag. Ich weiß nicht warum, aber bisher konnte ich zu Purim keine richtige Verbindung aufbauen. Vielleicht weil die Leute betrunken herumtorkeln. Sich zu betrinken ist eine Mitzwah (Gesetz) an Purim. Ich kann dem nichts abgewinnen und finde es gräßlich, wenn an Purim alle durchdrehen. 

Einen positiven Hinweis dazu bekam ich aber von einem guten Bekannten. Er sagte mir, dass er jedesmal beim Beten immer nur nachdenke, nichts falsch zu machen. Hat er auch ja die richtige Kavanah (Konzentration), kommt das Gebet bei G - tt an, was auch immer. Wenn er sich dagegen an Purim volllaufen läßt, ist er endlich in der Lage ohne all die störenden Gedanken zu beten. Einfach frei heraus, aber nur nicht umkippen.

Purim macht uns besonders deutlich, dass das jüdische Volk nach all den Exilen und Pogromen immer noch sehr lebendig ist. Wieviele Male wurden wir schon totgeglaubt und sind immer wieder auferstanden ? Und wo sind all die großen Imperien und Feinde, die uns einstmals an den Kragen wollten ? Wo sind die Assyrer, die Ägypter, Cannaniter, Babylonier, Griechen, Römer, Kreuzritter und wo ist das Tausendjährige Hitlerreich ?

Alle sind längst Vergangenheit, doch wir sind immer noch sehr lebendig und stehen nicht verstaubt in einem Museum herum.

Wen interessiert, was Obama oder Achmadinejad über Israel sagen ?

B"H

Das Purim Event von vor mehreren Tausend Jahren sollte die Juden lehren, wer wirklich zu ihnen steht und über sie wacht: G – tt allein und der zieht auch die Fäden.