Sonntag, Oktober 03, 2010

Blick auf den Tempelberg (Har HaBayit)

B"H

Viele nationalreligiöse Juden machen sich regelmässig zum offiziellen Besuch auf dem Tempelberg (Har HaBayit) auf. Normalerweise wird vor solch einem Besuch der Gang in die Mikweh (ins Ritualbad) verlangt. 
"Man dürfe den Moslems nicht alles willenlos überlassen und müsse jüdische Präsenz zeigen !" - so die Begründung des nationalrelig. Movements.

Die ultra - orthodoxen Haredim dagegen betreten den Tempelberg derweil kaum oder am liebsten gar nicht, denn lt. ihrer Ideologie befinden wir Juden uns in der heutigen Zeit in einem Zustand der spirituellen Unreinheit, welche nicht mit einer Mikweh aus der Welt geschafft wird, sondern nur anhand der Asche der Roten Kuh (Parah Adumah). Und diese Asche aus der Zeit Moshes sowie des Ersten Tempels verschwand zusammen mit der Bundeslade (Aron HaKodesh). Erst wenn alles wieder auftaucht und Meschiach kommt, ist uns der Gang auf den Tempelberg erlaubt. Dann nämlich gibt es ebenso einen Dritten Tempel und weder einen Felsendom noch eine Al - Aksa - Moschee mehr.

In der vergangenen Woche unternahm ich zwei organisierte Touren in den arabischen Teil der Jerusalemer Altstadt. Auf einer der Touren kamen wir an einer jener Türen vorbei, welche direkt auf den Tempelberg führt. Die Tür auf den Photos wird von der israelischen Polizei sowie Grenzpolizei bewacht. Innen, auf dem Tempelberg, herrscht die moslemische Tempelwache Wakf.

Es sei noch anzumerken, dass diese Tür auf den Photos nur von Moslems benutzt werden darf !










Es stimmt einen als Juden unglaublich traurig, wenn man das, was einem rechtsmässig gehört, nicht erreichen kann !

Photos: Miriam Woelke

Kommentare:

  1. Verstehe dein Problem nicht ganz: es ist doch halachisch verboten, auf den Tempelberg zu gehen.

    Demnach hindert uns nur die Halacha daran, hinaufzugehen und uns die wunderschönen Moscheen dort anzusehen, niemand sonst.

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  2. B"H

    Wo genau in der Halacha ist es uns verboten, auf den Tempelberg zu gehen ? Verschiedene orthodoxe Richtungen sehen das teilweise anders. Wenn auch manchmal nur aus ideologischen Gruenden.

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