Montag, August 15, 2011

G - ttes Wille bei der Welterschaffung



B”H


Aus dem kabbalistischen Buch YEDID NEFESH:


Um etwas zu erschaffen bzw. zu kreieren, benötigt man als erstes einen Willen. Noch vor der detaillierten Planung wie was aussehen soll, muss der blosse Wille vorhanden sein. Ich will etwas bauen oder neu erschaffen. Wie, das ist egal, doch ich WILL.


Unser menschlicher Wille setzt dabei folgendes voraus:


1. Wille


2. Denken / Planung


3. Ausführung


Ich will einen Tisch bauen.
Dazu brauche ich Holz, einen Hammer und Nägel.
Ich beginne, den Tisch zusammenzubauen.


Wie aber sah G – ttes Wille aus als er unser Universum erschuf ?


Tatsache ist, dass wir den Willen G – ttes nicht verstehen bzw. gar nicht kennen. Wie kann es auch sein, dass wir sterblichen Wesen, deren Fassungsvermögen von G – tt selber begrenzt worden ist, das Sein eines Wesens (G – tt) erfassen, welches weder Gestalt noch Form besitzt ? Ein Wesen, das noch dazu unendlich und absolut perfekt ist.


Allein G – tt kennt Seinen Willen und Seine Gedanken. Innerhalb dieser “Willens – und Gedankenphase” bleibt alles unsichtbar für den Menschen. Erst der aktive Erschaffungsprozess macht den Willen G – ttes deutlich und somit sichtbar.


Normalerweise hätte G – tt als perfektes Wesen, dessen Fähigkeiten absolut uneingeschränkt und unendlich sind, eine ebenso perfekte Welt erschaffen müssen. Dies jedoch tat Er nicht und stattete und mit einer imperfekten Welt aus. Aufgrund dessen unterscheiden wir zwischen einem g – ttlichen Willen, der eingeschränkt agiert. Eingeschränkt von G – tt selber.


Ebenso handelt G – tt mit Seinem g – ttlichen uneingeschränkten Willen.
________________________________






Photo: Miriam Woelke


Quelle: YEDID NEFESH von Rabbi Yechiel Avraham Barlev




Link:

"Thora Light" versus "G - ttes Wille"

Kommentare:

  1. Ist der Schöpfer im jüdischen Glauben Allmächtig? Welche Hinweise gibt dazu in den Schriften?

    AntwortenLöschen
  2. B"H

    Im Judentum ist G - tt allmaechtig. Unter anderem zeigt sich das im Schoeffungsprozess, denn immerhin war es G - tt allein, welcher das Universum und uns erschuf.

    Allerdings erschuf Er alles imperfekt und es ist teilweise Aufgabe des Menschen, die Welt zu perfektionieren.

    Woher wird wissen, dass die Welt imperfekt ist ?

    Haette G - tt alles perfekt erschaffen, so waeren wir ebenso perfekt und das sind wir offenbar nicht.:-)

    AntwortenLöschen