Mittwoch, Juli 21, 2010

Ich bin "Jude?" und liebe Dich

B"H

Der oberste israelische Gerichtshof will einer interessanten Frage nachgehen und ein dementsprechendes Urteil fällen:

Machen sich Nichtjuden, die einem Juden vorlügen, Juden zu sein, um mit ihnen eine sexuelle Beziehung zu beginnen, strafbar ?

Immer häufiger geschieht es in Israel, dass besonders Frauen Anzeige gegen ihre Partner stellen, da sich herausstellte, dass diese gar keine Juden sind, sondern lediglich logen, Juden zu sein.

Vorweg: In dem Fall wäre ich stocksauer und würde eine Beziehung umgehend beenden.

Andererseits muss ich denjenigen Juden, denen soetwas passiert, vorwerfen, dass sie sich nicht eingehend erkundigt haben. Klar, dass viele in der heutigen Gesellschaft nicht sofort ans Heiraten denken und halt so mal eine Beziehung starten. Deswegen lohnt es sich nicht, auf dem Oberrabbinat (Rabbanut) zu erkundigen, ob der Partner in Israel als HALACHISCHER Jude eingetragen ist. Ich kenne nicht wenige solcher Fälle und von daher würde ich mich beim Rabbanut sowie bei anderen Stellen Erkundigungen einholen. Wobei anzumerken ist, dass man heutzutage auf das Rabbanut allein auch nicht vertrauen kann, denn es befinden sich in deren Listen viele "falsche" Juden. Insbesondere einige Russen.

Insgesamt erkundigen sich Religiöse sowieso über ihre etwaigen Partner, denn hier geht es um Heirat und keine lose Beziehung. Mich wundert es nur, wie sehr es in Mode gekommen ist, sich als Jude auszugeben.

Kommentare:

  1. Der Mann wurde, wenn ich es richtig verstanden habe, zu 18 Monate Gefängnis verurteilt.

    Das finde ich schwer übertrieben.

    Würde ein jüdischer Mann, der behauptet sehr reich zu sein, und nachher stellt sich heraus, dass er ein Habenichts ist, ebenso verurteilt?????? dAS wäre ebenso ein "erschlichenere Beischlaf".

    Was die Frau betrifft: vielleicht ist es ja für etwas gut, dass man erst heiratet und dann miteinander schläft. Bei der hochzeitsprozedur hätte sich schon herausgestellt, dass er nicht jüdisch ist.

    Soooo wahnsinnig religiös kann sie nicht sein, wenn sie sich schon nach dem ersten Date mit ihm ins Bett legt.

    Und von religiöser Warte aus gesehen ist eigentlich nichts passiert: wenn er jüdisch wäre und sie war nicht in der Mikwe ist es eigentlich noch schlimmer.

    Also: warum regt sie sich auf?

    Beziehung beenden, ok, aber 18 Monate Gefängnis ist übertrieben.

    AntwortenLöschen
  2. B"H

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Frau die Falschangaben des Mannes als gravierenden Vertrauensbruch ansah. Dazu muss man nicht religioes sein. Ich kenne einige Leute, die weniger Wert auf Relgion legen, doch nur einen juedischen Partner heiraten wuerden und nichts anderes.

    AntwortenLöschen