Mittwoch, November 04, 2009

Konversion zum Judentum versus Konversion zum Islam

B"H

Über Konversionen zum Judentum haben wir in diesem Blog schon mehr als ausführlich diskutiert oder berichtet. Was ich mich aber frage ist, warum Leute zum Islam konvertieren.
Mit "Leute" meine ich den europäischen Otto Normalverbraucher.

Was zieht die Menschen am Islam an ? Ist es das orientalische Bewusstsein ? Die Eigenheit, anders sein zu wollen und das Bedürfnis, sich von der christlichen Masse herausheben zu wollen ?

Was bewegt viele Menschen unserer Zeit, ihr Heil im Islam zu suchen ?

Hier ein kleiner Bericht zur Konversion zum Islam in englischer Sprache:

http://knowledgecity.blogsome.com/2009/11/03/submission-to-islam/


Dies soll gewiss keine Werbung für den Islam sein, sondern vielmehr interessiert es mich, warum die Konvertiten dorthin den einfachen Weg der Konversion bevorzugen. Schliesslich unterliegt ein Moslem nicht sovielen Mitzwot (Regeln) wie im Judentum.

Kommentare:

  1. Schoschana1:11 nachm.

    in dem stadtteil, der an meines, in dem ich wohne, grenzt, leben sehr viele muslime. dorthin gehe ich einkaufen, denn das gemüse ist gut und günstig. dort sehe ich dann immer eigentlich gar nicht wenige frauen, die offensichtlich zum islam konvertiert sind. ich denke, viele konvertieren wegen einer ehe. die konversion an sich scheint nicht kompliziert zu sein, früher einmal habe ich eine frau kennengelernt, die konvertiert war ihrem mann zuliebe und das ging in einem tag... ja, und vielleicht gibt es diesen frauen auch einen halt es gibt definierte regeln, was vermutlich nicht wenige jugendliche in der "offenen gesellschaft" vermissen. das exotische mag auch eine rolle spielen.

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  2. Anna Nym9:24 nachm.

    Es gibt auch eine Reihe Leute, die mit den christlichen Dogmen nichts mehr anfangen können, und die dann mangels einer anderen monotheistischer Alternative irgendwann beim Islam landen. Viele von ihnen wären wohl besser Noachiden geworden, haben aber von dieser Bewegung überhaupt nichts gewußt oder erst hinterher, wenn sie schon zum Islam konvertiert waren.

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  3. Die Beschreibung von, die Schoschana hier gibt, ist zwar völlig richtig, aber nicht der einzige Grund für die Konversion eines europäischen "Otto Normanverbrauchers" zum Islam.

    1. Ich denke mir, der Großteil dieser Konveriten sind im Grunde Idealisten.

    2. Diese Menschen suchen eine geistliche Orientierung, die sie in unserem heidnischen Abendland nicht finden.

    Zu 1.: Es mag verrückt klingen, angesichts der Verbrechen die im Namen des Islam begangen werden, diese Konvertiten als Idealisten zu bezeichnen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass viele Moslems die Rolle der Märtyrer perfekt beherrschen. Als ich z. B. am 3. Oktober eine Moschee besuchte, wurde ich in dieser Einschätzung erneut bestärkt. Angesprochen auf die Untaten, die im Namen des Islam geschehen, wurden die "großen" Verbrechen als politische Verbrechen dargestellt, während man bei den "kleineren" doch bitte die Lebensumstände der Täter berücksichtigen solle. Mißachtung von Frauenrechten wurden, von einer Frau, als Schutz vor sittlichen Verfehlungen erklärt. Der Islam mußte nach diesem Vortrag einem unbedarften Zuhörer als die toleranteste und friedliebendste Religion überhaupt erscheinen und mit den Moslems konnte man nur Erbarmen haben, weil sie ja so sehr unterdrückt werden. Leider gibt es da dann eben auch diese Idealisten, die sich zu diesen "Unterdrückten" hingzogen fühlen und meinen, sie können mit dem Islam die Welt verbessern.

    Zu 2.:

    Wir leben nun mal nicht in einem christlichen, sondern in einem heidnischen Europa. Ich trauere nun sicher nicht der großen Scheinheiligkeit, die wir hier auch über Jahrhunderte hatten, nach. Allerdings hat man in den letzten Jahrzehnten auch die letzten christlichen Werte über Bord geworfen und steht jetzt innerlich vor einem großen Nichts.
    Genau in diese Lücke stoßen jetzt die islamischen Missionare. (Meist sind dies ganz normale Moslems, die z.B. ihre Arbeitskollegen langsam an den Islam heranführen.

    Übrigens gibt es nicht nur "Christen" die zum Islam konvertieren, sondern auch in umgekehrter Richtung gibt es eine Bewegung. Nur dürfen zum Christentum konvertierte Moslem dies ja kaum bekennen, da der Islam ja sooo tolerant ist :-)

    Übrigens: Eine "christliche Masse" habe ich in Deutschland noch nicht gefunden. Christen sind hier eine Minderheit, oder soll man die Menschen als Christen bezeichnen, die noch nicht einmal drei christliche Feiertage ohne nachzudenken aufzählen können?

    Hier könnt ihr mal einen deutschen Konvertiten sehen

    www.diewahrereligion.de/html/pierre_vogel.html

    Viel Spaß dabei
    Dieter L.

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  4. B"H

    Seit Jahren scheint es doch weitgehend so, dass die grossen christlichen Kirchen vielen Mitglieder einfach nichts mehr zu bieten haben. Ich meine, u.a., auf spiritueller Basis. Ansonsten waeren die Buchauflagen der Esotherik nicht so unbeschreiblich hoch.

    Als ich vor Jahren schon einige Nuernberger Buchlaeden nach jued. Literatur durchwuehlte (eigentlich nur die Thora), fand ich die uebliche Religion (Christentum & Judentum) auf zwei kleinen Regalen zwischen all dem hundertfachen Esotherikwust.

    Gerade in diesen anonymen, oft gefuehlskalten, Zeiten suchen die Menschen nach einem Halt. Und das geschieht vorwiegend auf spirituellem Gebiet.

    Viele kommen so sicher zum Islam und versuchen vielleicht, die Nachteile zu ignorieren und konzentrieren sich mehr auf den spirituellen Part.

    In Hollywood soll ein Film ueber Mohammed entstehen und in Israel fragten schon einige, ob denn der Film zeige, wie Mohammed ein 9 - jaehriges Maedchen vergewaltigt. Ich glaube es war seine Tochter oder so.

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  5. B"H

    Henryk Border konvertiert zum Islam:

    http://www.welt.de/satire/article1735246/

    Ist das nicht der Typ, der 1. Vorsitzender des Zentralrates werden wollte ?

    Haben die Leute nichts Besseres zu tun als ihren eigenen Schwachsinn pressewirkend auszuleben ?
    Wahrscheinlich dann, wenn man nichts Besseres mit sich anzufangen weiss.
    Traurig, aber wahr !

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  6. Auf der Suche nach verloren gegangenen Werten hat sich auch in Deutschland bei vielen jungen Leuten, namentlich linken Lager, ein diffuser Hass auf alles Westliche entwickelt, insbesondere auf das „dekadente, imperialistische“ Amerika und natürlich auf Israel, seinen „Vasallen“. Man fühlt sich in diesen Kreisen verbunden mit allen "Unterdrückten" dieser Welt, wobei die Pallis zum Inbegriff des bedauerungswürdigen Opfers geworden sind. Diesen "Opfern" will man natürlich beistehen, und so verwundert es nicht, dass viele dieser Zeitgenossen gemeinsam mit den von ihnen auserkorenen „Opfern“ auf die Straße gehen und „Kindermörder Israel“ schreien, wie anfangs des Jahres an vielen Orten hierzulande immer wieder geschehen.

    Es hat sich da eine merkwürdige Koalition gebildet, das gemeinsame Feindbild schmiedet fest zusammen. Aus dieser Annäherung heraus sehen nicht wenige im Islam einen attraktiven Ausweg aus ihrer Sinnkrise. Der Islam bietet die vermissten Werte und verspricht darüber hinaus auch Abenteuer (Jihad). So findet manch ehemaliger junger Antiimperialist schnell den Weg in die einschlägige Moschee und die Minderheit der ganz hartgesottenen unter ihnen später vielleicht sogar den Weg in irgendein Trainingslager (siehe Sauerlandgruppe).

    Ich glaube, dass diese zunächst eher politisch als religiös motivierte Annäherung von Seiten der Linken an den Islam auch eine beachtliche Anzahl von Konvertiten hervorbringt, wobei die Mehrzahl unter ihnen sicher nicht gleich zu Terroristen werden müssen.

    Gershom

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  7. B"H

    Fuer Werte in der Gesellschaft bin ich doch in erster Linie mit verantwortlich und kann sie, ggf., mit selbst gestalten. Deswegen brauche ich nicht gleich mein Heil woanders suchen.

    Kann ja sein, dass so mancher seine Platz in der Gesellschaft nicht findet und deshalb nach Auswegen sucht.

    Sich mit den "Opfern" zu identifizieren ist von den Linken ziemlich oberflaechlich, denn bei den TV - Bildern steht oft grausame Propaganda seitens der Palaestinenser dahinter.

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  8. Miriam, das mit Broder war Satire.

    Statistisch gesehen konvertieren viele zum Islam, wenn es Anschläge gab, denn dann wird dem Islam große Aufmerksamkeit zuteil.

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  9. @Gershom
    Schön, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine stehe. Die politisch extrem Linken verhalten sich sicher so, wie du beschrieben hast. Als Christ sehe ich aber auch meine Verpflichtung diesen Linken eine Alternative aufzuzeigen. Die ist uns Christen bisher kaum gelungen.

    @ Miriam
    Sowohl die extrem Linken, als auch die extrem Rechten haben doch das eigene Denken längst eingestellt.
    In allen möglichen Internetforen faseln die ständig von gleichgeschalteten Medien und sind selber nicht in der Lage die linke, bzw. rechte Propaganda zu durchschauen und sich ein eigenes Bild zu machen.

    MfG
    Dieter L.

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  10. B"H

    @ Yael

    Machen Anschlaege nicht eher einen negativen Eindruck auf die Leute ?
    Ich meine, wieso sollte sich da jemand zu den Gruppe der Terroristen dazugehoerig fuehlen ?
    Vielleicht weil man Staerke zeigen will ?

    Werden die Neuankoemmlinge im Islam von den "Alteingesessenen" anerkannt oder gibt es da auch Probleme ?

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  11. Die Anschläge schrecken vielleicht einige zurück. Was ich aber eher meinte, ist, dass sich diese Menschen, wenn über Islamisten von sich reden machen, mit dem Islam befassen und anscheinend feststellen, dass der Islam das richtige für sie ist.
    Das ist das was diese Statistik aussagt. Wie Konvertiten dort aufgenommen werden, weiß ich nicht, ich hab da keine Ahnung.

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