Sonntag, September 05, 2010

Vorsicht Mission ! - Der christliche Missionar als Feind !

B"H

Am vergangenen Freitag abend (Erev Schabbat) machte ich mich mit einer Freundin nach Monaten der Abstinenz wieder einmal zu einem Schabbatot bei Rabbi Mordechai Machlis auf. Wie ca. 70 Gäste auch, warteten wir geduldig vor der Machlis - Tür, doch schon vorher kam in uns ein mulmiges Gefühl auf: Eine Reisegruppe junger deutscher (zweifelsohne) Christen strömte samt Reiseleiter heran. Obwohl sie aussahen, wie eine Kirchentagsgruppe wurde verkündet, nur zwei unter ihnen seien Nichtjuden.

Ich frage mich wie tief man sinken kann, sich bei einem Schabbatessen in Jerusalem als Jude auszugeben und den Mitmenschen und sich selber eins in die Hucke zu lügen. Wollte man nicht als Deutscher unangenehm auffallen oder war es einmal wieder mehr purer Philosemitismus ? Derlei Lügen nerven mich genauso wie nichtjüdische Deutsche, die sich im Internet (siehe FACEBOOK) jüdische bzw. israelische Namen verpassen. Neulich erst sah ich wie aus einem ANDREAS ein YARON wurde.

Sind die Leute noch normal oder steckt da eher Dummheit dahinter ? Ferner werden solche Ausreden / Lügen vorlieblich von christlichen Missionaren gewählt, denn man will dabei sein bei der Yiddischkeit. Man will bei Volk des J. dabei sein, um so ein "Feeling" zu bekommen.

Ich beschuldige die am letzten Freitag abend angerauschten Deutschen nicht der Judenmission, sondern der dreisten Lüge ! Mit besagten Leuten wollten wir nicht unbedingt unseren Schabbat verbringen, denn die Philosemitenblicke verderben einem das Essen.

Fazit: Wir gingen heim und machten dort Kiddusch bzw. assen unser Schabbatessen.
Mir tut Rabbi Machlis leid, der von nichtjüdischen Lügnern aufs Korn genommen wird.


Szenenwechsel:

Am Dienstag in einer Woche findet abends im Jerusalemer Kongresszentrum "Binyane'i HaUma" ein Anti - Missionskongress des nationalreligiösen Movements statt. Unter anderem sprechen dort Rabbi Shlomo Aviner, Rabbi Yehudah Deri sowie der Oberrabbiner von Kiryat Shemona, Rabbi Zephania Drori. Mitwirken tut ebenso der Vorsitzende und Gründer der israelischen Antimissions - Organisation "YAD LE'ACHIM", Rabbi Dov Lipshitz.
Das Thema des Kongresses lautet: "Ob die Nationalreligiösen Spendengelder von christlichen Vereinigungen annehmen sollen ?"

Seit einiger Zeit findet innerhalb der nationalrelig. Bewegung ein Aufruhr statt. Gerne nahm man bisher Gelder von Christen an und merkt allmählich, dass die knallharte Judenmission dahintersteht. Die Christen fordern ihren Spendentribut, denn so hatten sie sich den Zugang in die juedische Gesellschaft vorgestellt, in welcher es für sie gilt, die Juden zum falschen Meschiach J. zu bekehren.

Ich werde mich am 6. Tishrei auf zum Kongress machen und darüber berichten !


Kongress ? Warum gerade jetzt ?

Wieder einmal steht beim Ende September stattfindenden jüdischen Sukkot (Laubhüttenfest) der "traditionelle" Marsch der Christen durch die Jerusalemer Innenstadt statt. Organisiert von der missionierenden Christlichen Botschaft Jerusalems, finanziert von christlichen Missionsvereinigungen und unterstützt von fanatischen Christen aus aller Welt. Man kommt nach Jerusalem und zieht mit Pro - Israel - Plakaten durch die Innenstadt. Zu Tausenden fallen die Christen momentan ein, denn von den jüdischen Feiertagen wollen sie auch nocht etwas mitbekommen. Da muss man hin, da will man penetrant dabei sein, da will man mitmischen, sich breitmachen und umsonst vollfressen.

Penetranter und primitiver geht es kaum mehr. Da verteilt man Flugblätter an jüdische Kinder, gibt Süsses aus mit kleinen Missionsbildchen in den Kartoffelchips, scheut sich jedoch nicht, sich gleichzeitig bei jüdischen Organisationen den Bauch vollzuschlagen.

Der Marsch missionierender Christen durch unsere Stadt ist nichts weiter als eine Schande und muss boykottiert werden ! Jeder Christ, der an dem Marsch teilnimmt, hat nur eines im Sinn: Die JUDENMISSION ! Soweit mit bekannt ist, findet die Christenparade am 28. September statt und ich werde Photos der Missionare machen und diese in die Blogs stellen !





Der Missionar als Feind - Das Kongressplakat der Nationalreligiösen !

Photo: Miriam Woelke

Kommentare:

  1. Hast du mal etwas von einer "Gruppe Schilo" (weiss nicht genau, wie man es schreibt) aus Deutschland/Holland gehört?

    Sind das auch so messianisten???
    Sie konvertieren zum Judentum und leben orthodox, aber mit ein paar Änderungen...

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  2. B"H

    Ehrlich gesagt kenne ich mich mit den einzelnen Gruppen weniger aus. Ab und an senden mir ein paar schraege "Zeugen sowieso" ihren Missionsmuell. Ein Typ namens LEVANT.
    Des Weiteren sehe ich viele Hits auf den Artikeln zu Rabbi Tuviah Singer und irgendein totaler christlicher Fanatiker aus Baden - Wuertemberg liess sich in wilden Kommentaren aus. Kommentare mit absolut schwachsinnigem Inhalt und ich habe mich entschlossen, all den Muell zu loeschen.

    Ein grosses israelisches Problem ist, dass Missionare oftmals konvertieren, um die israel. Staatsbuergerschaft zu erlangen und hier frei ihren kriminellen Taetigkeiten nachgehen zu koennen. Keiner weiss genau, was sich so eingeschlichen hat. Dank Druckmann und seinem "easy Giur". Aber nicht nur Druckmann, sondern genauso andere Rabbiner.

    Seit einigen Jahren ist es richtig in Mode gekommen, sich als Christ niederzulassen, von Spenden zu leben und sich dem J. - Wahn hinzugeben.

    Ich schaue einmal, ob ich die Schilo - Gruppe finde.

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  3. Hallo Miriam,
    auch wenn meine Antwort etwas spät kommt freut es mich das Du Dich an mich erinerst. Mit dem fanatischen Zeug das Du erwähnst habe ich nichts zu tun. Ich hatte Dir jedoch eine Frage bezüglich des Psalms 110 gestellt. Du hast mich jedoch auf Rabbi Singer weitergeleitet. - Fragen ist gut doch nachdenken sollte man Selbst- allerdings konnte auch Rabbi Singer auf meine Frage nicht antworten. Den mail ablauf habe ich noch.
    Ps. Ich heise nicht LevAnt.

    Liebe Grüße

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