Mittwoch, Juni 29, 2011

Gründe für die Mitzwot (Thoragesetze)


B”H

In der Gemara (rabbinische Diskussion) des Talmud Traktates Sanhedrin 21b kommt die Frage auf, warum G – tt den Juden nicht den jeweiligen Grund der Thoragesetze (Mitzwot) definierte. Dazu sagt Rabbi Yitzchak, dass wenn G – tt den jeweiligen Grund für die und die Mitzwah angegeben hätte, eine Person behaupten könnte, dass der Grund nun wirklich nicht auf die Person zutreffe.

Die Thora selbst nennt in lediglich zwei Fällen den Grund für das Bestehen des Gesetzes und selbst der weise König Salomon irrte und dachte, dass die beiden Gründe auf ihn bestimmt nicht zutreffen. 
Was also würden wir dann erst behaupten, wenn schon König Salomon so anfing sich 
herauszureden ?

Unter anderem legt die Thora fest, dass ein israelitischer König nicht mehrere Ehefrauen gleichzeitig haben darf, denn dies könnte den König von G – tt entfernen. Wer zu viele Frauen hat, der ist halt immer anderweitig beschäftigt. König Salomon heiratete dennoch unzählige Frauen, sagte aber, dass ihm das alles nicht passiere und er immer auf G – ttes Pfaden wandeln werde. Wie wir wissen, schlug Salomons Vorhaben fehl und er wandte sich zu diversen Zeiten von G – tt ab. Der Talmud lehrt uns, dass zu einer gewissen Zeit Shlomo sogar seine Königsposition verlor, da er sich von G – tt abgewandt hatte. Die beschriebene Absetzung erfolgte aber wohl eher symbolisch; bedeutet, Salomons Persönlichkeit veränderte sich einmal zum Schlechteren und dann wieder zum Besseren.

Ferner lehrt die Thora, dass ein jüdischer König nicht zu viele Pferde für sich selbst züchten darf, damit keine Gefahr besteht, dass er andere Juden nach Ägypten sendet, um dort Pferde zu holen. Ein Jude sollte nicht unbedingt nach Ägypten zurückkehren, obwohl die Ägypter der Antike berühmt für ihre Pferdezüchtungen waren.

Auch bei dem Pferdegebot sah König Salomon sich oben auf und scheiterte auch dabei.

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