Mittwoch, Juni 13, 2012

Vatikan will über das Grab des König David verfügen

B"H  

Diejenigen, die es bisher noch nicht wussten: Der Vatikan sowohl als auch die griechisch – orthodoxe Kirche besitzen zahlreiche Grundbesitztümer in Jerusalem. Man könnte fast sagen, dass die Hälfte der Stadt auf Ländereien errichtet ist, welche der griechisch – orthodoxen Kirche gehören. Nehmen wir, zum Beispiel, den Boden, auf dem das Israel Museum oder die Knesset steht. Alles griechisch – orthodoxes Eigentum und theoretisch könnte die Kirche die Politiker aus der Knesset schmeissen und den Grundbesitz als Eigenbedarf anmelden. Vielleicht wäre es ja gar keine schlechte Idee, die Knessetpolitiker zu feuern.:-)

Hinsichtlich der katholischen Kirche und dem Papst: Seit Ewigkeiten schon beansprucht die Kirche das Grab des jüdischen König David für sich. Wenn das David wüsste, würde er umgehend zum Feldzug nach Rom aufbrechen. Historische Tatsache allerdings ist, dass es die katholische Kirche war, die seit vielen Jahren behauptet, das entsprechende Grab sei die Ruhestätte des König David. Eindeutige Beweise von jüdischer Seite gibt es nicht, doch besuchen alljährlich Tausende Juden das Grab auf dem Zionsberg nahe der Altstadt. Trotzdem kommt immer wieder die Frage auf, ob es nun das Grab des König David ist oder nicht. Historiker behaupten, David sei nahe am Grab seines Sohnes Avshalom bestattet und nicht auf dem Zionsberg.

Heutzutage weiss niemand mehr zu sagen, wo genau das tatsächliche Grab Davids zu finden ist. Andererseits bestehen im Judentum viele Traditionen und eine davon lautet, dass das Grab des David vorläufig doch als sein Grab anerkannt wird, selbst wenn es sich nicht um die wahre Grabstätte handeln sollte. Da Juden seit vielen Jahren ans Grab pilgern, ist die zeitlich begrenzte Anerkennung als Tradition zu betrachten. Dasselbe geschieht im Fall des Grabes der Rachel außerhalb von Bethlehem (Beit Lechem) oder mit dem Grab des Yosef Schechem (Nablus). Bei diesen Gräbern ist ebenfalls nicht bewiesen, ob es sich historisch um die Originalgräber handelt oder ob irgendwann jemand auf den Gedanken kam, die Gräber als solche auszugeben. Genaues werden wir erst nach dem Eintreffen des Meschiach bzw. der Wiederauferstehung der Toten wissen. Dann wird sich zeigen, wer aus welchem Grab steigt. :-)

Allgemein besitzen die Kirchen viel zu viel Einfluss in und auf Israel. Entweder durch ihren Grundbesitz oder aufgrund von finanziellen Investitionen. Da unsere Regierung keine religiöse ist, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Politiker im eigenen Interesse handeln und nicht gemäss der Thora bzw. des Judentums. Übrigens glaube ich kaum, dass der heutige Abendmahlsaal der Christen tatsächlich der Raum war, in welchem J,. sein letztes Mahl zelebrierte. Das Gebäude schaut ebenso wenig aus als befände es sich bereits seit 2000 Jahren vor Ort. Alles wirkt neu und das gleich neben dem Grab des König David. Wer hat da im Mittelalter wohl was mit wem verbunden ? 

Der Saal des Abendmahls ist heute Touristenattraktion und die Kirche sahnt mächtig ab. Innendrin flippen nicht wenige christliche Touristen aus. Entweder fangen sie an wild zu singen oder die tanzen in Ekstase. Alles in allem aber geht es der katholischen Kirche bei dem Gezerre um die Örtlichkeiten eher um Machtanspruch und Geld als um Religion. Was würde wohl der Jude J. dazu sagen ?


 Das Grab des King David auf dem Jerusalemer Zionsberg







Memorial Candles 




Die Ezrat Nashim (Frauenseite)



Das wahre Grab des King David ? 
Hier bedeckt mit einem roten Seidentuch.

Photos: Miriam Woelke

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen