Freitag, März 05, 2010

Schabbat Schalom



B"H

Am kommenden Sonntag begeht die chassidische Welt den 224. Todestag (Yahrzeit) des einstigen großen chassidischen Rabbiners Elimelech von Lizhensk (Polen). Hunderte oder Tausende Chassidim verbringen daher diesen Schabbat in Polen und wie die chassidische Tischsituation in Mea Shearim (ultra - orthodoxer Stadtteil Jerusalems) aussehen wird ? Der Rebbe der Toldot Avraham Yitzchak ist nicht mit nach Lizhensk gefahren und vielleicht gibt es dort einen Tisch.

Das Wetter ist deutlich wärmer geworden und bietet perfekte Ausflugsgelegenheiten. Abends bin ich in Mea Shearim eingeladen und morgen früg gehe ich in eine der Synagogen im Stadtteil. Bände könnte ich über meine dortigen Erfahrungen verfassen, doch wo anfangen ?
Es ist außerordentlich schwer, das Bild eines Mea Shearim Juden an Außenstehende zu vermitteln.

Hinzu kommt, dass in dieser Woche, am Schabbat Ki Tisa nicht nur vom Bau des Goldenen Kalbes gelesen wird, sondern an jedem Schabbat nach Purim der folgende Schabbat "Schabbat Parah" ist. Die Rote Kuh steht im Vordergrund und auch über sie und ihre Asche wurde ein eigener Talmudtraktat verfasst. Allerdings findet die Prozedur mit der Roten Kuh ohne Tempel nicht statt. Richtige rote koschere Kühe geibt es ganz selten einmal oder gar nicht.

Paradoxerweise macht ihre Asche "rein" und dieser Reinheit bedürfen wir, wenn wir den Dritten Tempel haben. Nicht nur eine körperliche, sondern ebenso eine spirituelle Reinheit. Wie genau das funktioniert, begreift bis heute kaum ein Mensch. Selbst der berühmte weise Shlomo HaMelech (König Salomon) gab bei der Roten Kuh auf. Kabbalisten versuchen alles mit Toren (Shearim) zu erklären und somit sei auch die Asche der Roten Kuh das Tor zu eine absolut perfekten höheren Welt.

"Schabbat Schalom - Gut Schabbes" an alle Leser !

Kommentare:

  1. HI Miriam, dass mit der roten Kuh finde ich sehr interessant! Ich weiß noch, wo es sehr viele dieser roten Kühe zu bestaunen gibt, sehr häufig siehst Du sie in den deutschen, österreichischen, italienischen und schweizer Alpen und dem Vorland. Mir gefallen die roten Kühe auch und ich mochte sie schon von Kindesbeinen an, weil ich viel in den Alpen wandern war. Liebe Gruesse aus Berlin

    Vielleicht kannst Du uns mehr von der roten Kuh erzählen!

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  2. "Ich weiß noch, wo es sehr viele dieser roten Kühe zu bestaunen gibt, sehr häufig siehst Du sie in den deutschen, österreichischen, italienischen und schweizer Alpen"

    Soviel ich gehört habe, sind diese roten Kühe (sie müssen 100% rotes Fell haben, kein Härchen darf eine andere Farbe haben) äusserst selten.

    Vor ein paar Jahren ging einmal ein Gerücht um, dass irgendwo so eine rote Kuh geboren wurde, aber sie war dann doch nicht tauglich...

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  3. B"H

    Stimmt, umkoscher zu sein, darf eine Rote Kuh kein einziges anderfarbiges Haar enthalten.

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