Montag, Mai 16, 2011

"Greife nicht nach dem, was Dir nicht gehört !" - Über Christen, die sich als Juden ausgeben

B”H

“Greife nicht nach dem, was Dir nicht gehört !”, so eine Aussage im Talmud. Angeführt wird in der Gemara (rabbinische Diskussion) der Sohn des König Davids, Avshalom. Avshalom nämlich rebellierte gegen seinen Vater, um sich die Krone über das Volk Israel anzueignen, was fehlschlug. Fehlschlagen musste, denn der Talmud lehrt, dass ein Mensch nicht nach dem greifen soll, was ihm nicht zusteht. Was G – tt nicht für ihn vorsieht. Genau so erging es Korach, der da eine Rebellion gegen Moshe anzettelte und noch vor Avshalom erfahren musste, dass G – tt gewissen Handlungen Grenzen setzt. 

Immer wieder beobachte ich insbesondere bei vielen nichtjüdischen Deutschen, dass sie sich in allerlei Foren oder sogar im realen Leben als “Jude” ausgeben. Teils, um ihre christliche Missionsabsicht zu verbergen, teils aber auch, um sich einen Shoah – Komplex loszuwerden. Zu diesem Thema fiel mir spontan die Lehre aus dem Talmud ein und daher meine Ratschlag an derlei Christen, sich nicht anzueignen, was ihnen nicht gehört. Das Umfeld mag auf diverse Identitätslügen hereinfallen, G – tt jedoch nicht !

Kommentare:

  1. B"H

    Zwei Kommentare zum Thema von meinem englischen Blog:

    http://shearim.blogspot.com/2011/05/do-not-reach-out-for-something-which-is.html



    I'll never forget when I was chazzan of the Oranienburgerstrasse shul in Berlin thirteen years ago how half of the congregation was made up of non-Jews. I was waiting to start mincha already because we had much more than a minyan, but the gabbaim said, "no, we know who is Jewish and who is not."
    _____________________

    I know what you mean and I am fed up with ALL the xtians coming to Israel and claiming they have 'roots'. They act like we should be thankful for them, when all they really want to do is convert us.

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  2. Wie blöde kann einer sein, sich mir gegenüber als Jude auszugeben, um dann von diesen Jesus zu erzählen. Und wie blöde muss erst ein Jude sein, sich so einlullern zu lassen. Wie haben hier in der Gemeinde einen, dessen Bruder Pope in der russ. orthodoxen Kirche wurde, aber inzwischen verstorben ist. Einige andere, allesamt aus der ehemaligen Sowjetunion, sind dann ebenfalls dahin gegangen, hatten jedoch schon vorher keinerlei Bezug zum Judentum gehabt.
    Ich kann auch über den umgekehrten Weg berichten, wo ein ehemaliger evangelische Pfarrer zum Judentum gekommen ist.
    Trotz alledem sind mir Personen wie Lea Rosh http://de.wikipedia.org/wiki/Lea_Rosh weitaus unsymmpathischer.
    Baruch ha Shem, Samuel

    PS: In der zum Glück untergegangenen DDR hat sich niemand als Jude oder Christ bezeichnet, der es nicht 100%-ig war und das war wirklich eine der wenigen guten Seiten an diesem "Staat".

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  3. B"H

    Du wuerdest Dich wundern, was es alles gibt.:-)

    Erstens einmal ist es unter christlichen Missionaren recht beliebt, sich als Jude auszugeben. So sollen wirkliche Juden missionaiert werden a la "Sieh, ich bin auch Jude und glaube an J., also kannst Du das auch !"
    Dies ist eine sehr populaere Machenschaft der Missionare in Jerusalem.

    In Deutschland geben sich zahlreiche Leute nicht unbedingt aus relig. Gruenden als Jude aus, sondern eher haengt das an der unverarbeiteten Holocaust - Historie. Vielleicht sehen es ja manche sogar als eine Art "CHIC" sich so auszugeben und wollen sehen, wie die Umwelt reagiert.

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