Montag, Februar 22, 2010

Die Jagd im Judentum und anderes

B"H

Diese Woche ist vollgepackt mit Research zu Purim und ebenso zur Thoralesung Tetzaveh, die da die Kleidung des Hohepriesters (Cohen HaGadol) beschreibt; aber auch die Ketoret (Gewürzopferung) und das Olivenöl der ständig brennenden Flamme im Tempel stehen an. Ich unterrichte einige nationalrelig. junge Frauen im Chassidismus und von daher schlage ich mich durch sämtliche chassidische Kommentare zu den Themen.

Ferner fragte mich ein Leser wie das mit dem "Jagen von Tieren" ist. Wie wird die Jagd im Judentum betrachtet und was sagen die Halachot ? 
Auch hierzu habe ich einiges an Material zusammengestellt und werde es in den Blog stellen. Soviel vorab: Das Jagen von Tieren als Sport im Judentum generell verboten.

Es gibt also viel zu tun dieser Tage und einige Male werde ich Buspausen einlegen, um von Jerusalem nach Tel Aviv (oder umgekehrt) zu fahren.

Einen Monat nach Purim, nämlich schon Ende März, feiern wir Pessach. Konkret bedeutet das, dass die relig. Hausfrau nach Purim mit dem Pessachputz beginnt und dass immer weniger Getreideprodukte gekauft werden. Der Genuss von jeglichen Getreideprodukten (Chametz) wie Bier, Nudeln, Kuchen, Brot und alles, was Weizen, Gerste, Spelt oder Roggen enthält, ist an Pessach verboten. Auch unsere Bäckerei wird gleich nach Purim die Produktion herunterfahren und den Personalbedarf reduzieren. Leider bin ich davon aber nicht betroffen.

Geniessen wir die Wochen vor Pessach noch, denn bald geht es ans nervige Putzen !

Kommentare:

  1. >oviel vorab: Das Jagen von Tieren als Sport im Judentum generell verboten.

    Aber wie ist es mit der Jagd zur Fleischbeschaffung? Man möchte doch auch mal einen guten Rehbraten essen, oder nicht?

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  2. B"H

    Ueber die Fleischbeschaffung werde ich berichten; genauso ueber das Reh, denn Esav servierte seinem Vater Yaakov Wild.

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  3. "Aber wie ist es mit der Jagd zur Fleischbeschaffung?"

    Ich nehme an, das Judentum ist von Anfang an keine Jäger- und Sammlerkultur sondern eben eine Viehzüchterkultur. d.h. in der Zeit, als die Menschen noch im Urwald lebten, gab es kein Judentum und keine Speisegesetze, die das Jagen so schwierig machen.

    Wenn man Jagen möchte, so muss man das Tier lebend mit Netzen oder Schlingen fangen, ohne es dabei zu verletzen. Es ist also eine ganz andere Technik, die bestimmt sehr viel Geschik erfordert.

    Grundsätzlich steht das judentum dem Jagen zu Vergnügen (Treibjadt, Hetzjadt, etc) sehr negativ gegenüber...

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  4. B"H

    Es gibt einen ganzen Passuk dazu in Talmud Bava Metziah. Aber darauf gehe ich aus Zeitgruenden erst in der naechsten Woche ein.
    Vor zwei Tagen befragte ich einen Rabbiner, ob es ausser Bava Metziah noch andere halachische Schriften zum Thema "Jagd" gaebe und er meinte, dass die Jagd aus Sportgruenden im Judentum nie eine Rolle spielte.

    Bisher habe ich den Abschnitt in Bava Metziah nur ueberflogen und sah, dass es beim Jagen Ausnahmen gibt, wie s5 darstellte. Dies betrifft, u.a., auch den Fischfang.

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