Freitag, Juni 12, 2009

Das Kind einer Leihmutter ist ohne Giur kein Jude

B"H

Die halachische litvisch - haredische Persönlichkeit Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv legte eine neue Halacha fest:


Babies einer Leihmutter sind, wenn die Leihmutter keine halachische Jüdin ist, NICHT jüdisch und müssen einen Giur (Konversion zum Judentum) durchlaufen.

Giur in dem Falle bedeutet "Giur Be'Chumra" - z.B. wird bei der Brit Milah (Beschneidung des Sohnes am achten Tag nach der Geburt) eine spezielle Konversionszeremonie abgehalten. Rein formell, doch immerhin eine halachische Zeremonie. Genauso wird etwas Formelles für eine Tochter abgehalten.

Diese Kinder gelten als Gerim (Konvertiten) und die weiblichen Wesen unter ihnen dürfen später keinen Cohen (Tempelpriester) heiraten. Wie wir aus dem Talmud / der Halacha wissen, ist es Cohanim untersagt, gewisse Frauen (darunter auch Geschiedene) zur Gattin zu nehmen.

Rabbi Eliyashiv reagierte mit der halachischen Entscheidung auf das Bedürfnis vieler kinderlosen israelischer Ehepaare, eine Leihmutter zu suchen. Nicht wenige Paare fahren nach Indien und suchen dort.

Kommentare:

  1. Anonym11:18 AM

    Ist Leihmutterschaft im Judentum nicht überhaupt verboten?

    Shabbat Shalom!

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  2. B"H

    Vor ca. 10 Tagen erregte in Israel ein Fall Aufmerksamkeit, in welchem ein haredisches Paar eine haredische Leihmutter engagierten. Mit Zustimmung von rabbinischer Seite !

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  3. Anonym9:52 PM

    Tatsache? Ich bin darüber echt erstaunt. Geld war in diesem Fall aber wohl nicht im Spiel, oder?

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  4. B"H

    Im Nachhinein aergere ich mich jetzt, dass ich nicht gleich ueber den Fall berichtete. Noch bevor Rabbi Eliyashiv nun diese halachische Entscheidung faellte.

    Ich werde versuchen, den entsrpechenden Artikel im Internet aufzutreiben. Auf ARUTZ 7 wurde der haredische Fall der Leihmutterschaft ebenso berichtet.

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  5. B"H

    Hier ein Artikel auf YNET. Einer von vielen im israelischen Net !!!



    http://www.ynet.co.il/english/articles/0,7340,L-3721194,00.html


    Das im Artikel erwaehnte Institut ist das "Puah Institut" wozu ich gleich ganz aktuell in einem eigenen Beitrag den Link geben werde !

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  6. Anonym11:37 PM

    Danke, wirklich ein interessanter Artikel. Ich finde das Ganze aber dennoch fragwürdig. Hätte nie gedacht, dass es mal eine religiöse Frau geben würde, die sich als "Leihmutter" zur Verfügung stellt - das würde nicht einmal ich als säkulare Frau tun...

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  7. B"H

    Ich kann mich mit dem ganzen Thema der Leihmutter auch nicht anfreunden und wuerde dies niemals tun. Trotz allen kuenstlichen Befruchtungen oder wie auch immer das genau ablaufen mag, irgendwie fuehlt es sich fuer mich persoenlich nicht an wie das eigene Kind. Lieber wuerde ich da eine Adoption vorziehen.

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  8. Anonym2:12 PM

    Es passt hier zwar nicht recht hin, aber:

    Wenn meine Großmutter Jüdin war, zum Katholizismus übertrat, einen Nicht-Juden heiratete, ist dann meine Mutter, ihre Tochter, jüdisch und ich somit auch?

    Was sagt da die Halacha?
    Muss ich konvertieren oder nicht?

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  9. B"H

    Normalerweise bleibt die Grossmutter Juedin, selbst wenn sie zum Christentum uebertritt. Deine Mutter waere somit Juedin und Du auch.

    Allerdings benoetigst Du einwandfreie Papiere, um das vor einem rabbinischen Gericht zu beweisen !!!

    Des Weiteren taete ich mich an Deiner Stelle mit einem sachkundigen Rabbiner darueber beraten !

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