Sonntag, Januar 31, 2010

Geniesse das Leben !

Photo: Tapuz


B"H

Rabbi Mordechai Machlis gab am vergangenen Schabbat (Erev Tu be'Shevat) ein interessantes Teaching:

Es ist eine positive Mitzwah, G - ttes Erschaffung zu geniessen ! Unter anderem sollten wir die Früchte, die G - tt erschuf, essen und geniessen.

Was genau bedeutet es "G - ttes Erschaffung zu geniessen" ?

Klar, hat ein jeder sicher so seine eigene Vorstellung vom "Geniessen". G - tt jedenfalls erschuf diese Welt mit all ihrer Schönheit; dem Essen, der Natur oder der Musik, zum Beispiel. Wenn wir nichts geniessen sollten und alles nur Dekoration wäre, dann hätte Er die Welt leer oder grau erschaffen können. Ohne all die Schönheiten und unsere Aufgabe lege einzig und allein darin, unsere Thoramitzvot sowie die Tikunim (Seelenkorrekturen) auszuführen. Und das war's dann !
Stattdessen gab uns G - tt eine wunderbare Welt, wofür wir Ihm, u.a., in unseren Segen (Essen, Naturereignisse, etc.) danken.

"Freude" oder "Geniessen" bedeutet selbstverständlich immer, dass wir dies in einem halachischen Rahmen tun ! Sollen wir am Schabbat die Natur photographieren, um alles daheim noch zu geniessen - dabei aber den Schabbat brechen ?
Die Antwort lautet "Nein ! Ein Jude sollte geniessen, doch im Sinne der Thora, denn dies ist eine weitere positive Mitzwah. Man kann nicht einfach drauflosgeniessen und alles andere vergessen. "Freude" bedeutet genauso Judentum und Mitzwot.

Einige Leute meinen immer, sie können nur frei sein und geniessen, wenn sie die Halachot einmal eben beiseite schieben. Dabei bietet das Judentum Freude innerhalb der Halacha. Wieso sollte das nicht möglich sein ? Muss ich unbedingt den Schabbat brechen oder mich an einer Schweinshaxe laben ? Muss ich eine Ehe mit einem Nichtjuden eingehen, nur weil mir eben einmal nach halbherziger Freude zu Mute ist ? "Freude" bedeutet nicht nur den materiellen Weg einzuschlagen, sondern ebenso den spirituellen.

Andererseits bedeutet "Geniessen" sich nicht abzuschotten, sondern offen zu sein. Sich nicht in seinen kleinen Hinterhof verkriechen, um all den "Unreinheiten" dieser Welt zu entkommen. G - ttes Schöpfung preisen heißt hinausgehen und sie erkennen. Ein LEBEN gibt es auch mit der Thora.

Kein Hechscher für Nichtjuden !


B"H


Das staatliche israelische Gericht versucht einen Esel (Missionar) in den Bus zu quetschen. Die Aufschrift auf dem Bus lautet: "Oberrabbinat - Kaschrut Abteilung".
Hintergrund zu diesem Cartoon war die Entscheidung des israel. Gerichtshofes, dass Rabbanut (Oberrabbinat) müsse einem Restaurant in Ashdod ein Hechscher (Kaschrutzertifikat) ausstellen, obwohl es von christlichen Missionaren geleitet wird.

Selbst wenn es sich bei den messianischen Christen um Israelis handelt, der Halacha nach ist das Essen dort absolut UNKOSCHER !!! Genauso wie in regulären nichtjüdischen Einrichtungen !

Ruzhin - Boyan: Hachnasat Sefer Thora in Beit Shemesh

B"H

Die Chassidut Ruzhin - Boyan weihte in der vergangenen Woche eine neue Thorarolle in ihrer Synagoge in Beit Shemesh ein. Auf Hebräisch heisst diese Einweihungszeremonie "Hachnasat Sefer Thora".



Der Boyaner Rebbe Nachum Dov Brayer mit der neuen Thorarolle.


Sämtliche Photos können HIER angeschaut werden !

Samstag, Januar 30, 2010

Die Sternenfrucht und der Apfel

 

Sternenfrucht 

B"H

Gestern abend war ich bei Rabbi Mordechai Machlis zum Schabbatessen und das war, wie könnte es anders sein, überlaufen. Das Wohnzimmer war übervoll mit allen möglichen Leuten. Meistens fromme Seminarmädels und Yeshiva Studenten.
Henny Machlis, des Rabbis Gattin, hat gerade ihre Familie aus New York zu Besuch und ihre Mutter, Mrs. Lustig, hielt eine kurze Ansprache. Sie erzählte eine Story zum Tu be'Shevat, die zur Story des abends wurde.

Ein Apfelbaum stand neben einem Sternenfruchtbaum und da die Sternenfrüchte des anderen Baumes so außergewöhnlich aussahen, wurde der Apfelbaum neidisch. Er begann sogar, sich bei G - tt zu beschweren und bat G - tt, ihn ebenso Sternenfrüchte wachsen zu lassen und keine Äpfel mehr.

An den Wochenenden kamen Ausflügler und fanden angenehmen Schatten unter dem Apfelbaum. Auch pflückten sie die Äpfel, aßen sie oder machten daheim Marmelade oder Apfelkuchen. Dies alles jedoch hielt den Apfelbaum nicht davon ab, sich bei G - tt zu beschweren. Er wollte Sternenfrüchte und keine Äpfel mehr.

Eines Tages fiel ein Apfel vom Baum. Beim Aufprall öffnete sich die Frucht und der Apfelbaum sah zum ersten Male seine eigene Frucht von innen. Und was sah er da ? Einen Stern !

Mrs. Lustig schnitt einen Apfel entzwei und zeigte uns das Sternenmuster um die Kerne herum.

Dem Apfelbaum wuchsen die ganze Zeit über Sterne, doch er wusste es nicht. Es musste erst der Augenblick kommen, an dem seine verborgenen Sterne sichtbar wurden.

Genauso mit uns Menschen. Auch wir tragen verborgene Sterne in uns und wir müssen uns nur öffnen, um diese zum Vorschein zu bringen und uns ihrer bewusst zu werden (anstatt uns bei G - tt zu beschweren) !

Freitag, Januar 29, 2010

Schabbat Schalom


B"H

Der Rambam (Nachmanides, 1194 - 1270) stellt in seinem Thorakommentar zur dieswöchigen Thoralesung (Beschlach) die Frage, warum die Israeliten immer wieder gegen G - tt rebellierten, obwohl sie doch im Minutentakt Zeugen der Wunder waren, die G - tt vor ihren Augen stattfinden liess.

Meine Frage lautet, ob wir nicht ganz einfach dazu tendieren, Wunder zu vergessen bzw. uns an sie zu gewöhnen, sobald wir sie täglich erleben ? G - tt "wanderte" vor den Israeliten in einer Art Säule,die einer Wolke ähnelte. Damit waren die Israeliten absolut unschlagbar, denn G - ttes Anwesenheit war, für jedermann sichtbar, mit ihnen. Sie wachten morgens auf und die Wolke war da. "So, what ?" Gewöhnt man sich nicht an den Anblick ? G - tt ist da, na und ? Geht es mir deswegen besser und was will der von mir ? in Ägypten ging es mir besser. Da brauchte ich nicht heimatlos durch die Wüste rennen, sondern hatte mein kleines Zuhause.

Geht es uns in Israel Lebenden nicht ebenso ? Wissen die Bewohner Jerusalems, welches Glück sie haben, in der Stadt zu leben ? Oder stehen sie ebenfalls morgens auf, gähnen und gehen dann gedankenlos ihrem Alltag nach ?

Diese Frage sollten wir uns vielleicht an diesem Schabbat einmal stellen. "Bin ich soviel besser wie die damaligen Rebellen in der Wüste ?"

Am Nachmittag fahre ich nach Jerusalem und, trotz einiger Leute, die ich treffen werde, folgt genauso der Schlaf. Im Grunde genommen nehme ich meine dortige Anwesenheit als selbstverständlich. Zumindest aber rebelliere ich nicht, oder doch ? :-)

"Schabbat Schalom - Gut Schabbes" an alle Leser !

Donnerstag, Januar 28, 2010

"Shalom Aleichem"





"Shalom Aleichem" wird an jedem Schabbat (Freitag abend - Erev Schabbat) vor der Segnung des Weines (Kiddusch) und dem Schabbatessen gesungen.

Parashat Beschlach



B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat, 
an dem wir zugleich Tu be'Shevat feiern. Zusätzlich ist der Schabbat "Schabbat Schira", denn es wird der Song von Moshe "Az Yashir Moshe" gelesen. Moshe war von all den Wundern (der Durchquerung des Roten Meeres) dermassen überwältigt, dass er zu singen begann.

In dieser Parashat Beshalach kommen die Israeliten endlich frei und sie verlieren keine Zeit und ziehen sofort los. Die Mehrheit der Kommentatoren diskutiert nicht nur diese Tatsache, sondern befaßt sich ungewohnterweise ebenso mit der Psychologie.

Nach der Ankunft Yosefs und seines Vaters Yaakovs in Ägypten, waren mehr als 200 Jahre vergangen, was automatisch zur Folge hatte, dass neue Generationen geboren wurden. Und genau diese neuen Generationen kannten kein Leben in Freiheit geschweige denn, dass sie unabhängig denken konnten. Vielmehr hatten sie sich an ihr Sklavendasein gewöhnt und man mag sich vorstellen, mit welcher Mentalität sie Ägypten verliessen (siehe das kabbalistische Buch ZOHAR).

Eine neue große Zukunft stand für sie bereit, doch waren sie mental imstande, dieser entgegenzusehen ? Selbst G - tt hegte da so seine Zweifel und entschloß sich, die Israeliten nicht auf einmal zu überfordern.

In der Chassidut wird der Slavenmentalität noch weitere Bedeutung begemessen und Hinterherjagen Pharaos nach den Israeliten als eine Metapher gesehen. Der große chassidische Rabbiner, Rabbi Simcha Bunim Bonhart von Peshis'cha (1765 - 1827) kommentiert, dass die Verfolgung Pharaos gleichkommt mit der Yetzer HaRah, der schlechten Seite in uns. Sein Kommentar basiert übrigens auf dem Kommentar von keinem anderen als dem Baal Shem Tov selber. Immer wieder wird ein jeder von uns von seiner eigenen Yetzer heimgesucht, die ihn dazu überreden will, Negatives zu tun.

Metaphorisch betrachtet wurden sie nicht vom physischen Pharao verfolgt, sondern die Israeliten nahmen ihre eigene Yetzer HaRah mit im Gepäck. Ziel eines jeden von uns ist es, seine eigene Yetzer zu überwinden und in etwas Gutes umzuwandeln.

In der Kabbalah ist häufig die Sprache von einem inneren seelischen Reinigungsprozeß, den sie Israeliten durchlaufen mußten. Die 40 Jahre in der Wüste werden als 40 Jahre der spirituellen Reinigung gesehen. Die ursprüngliche Absicht G - ttes war zuvor eine ganz andere; die Israeliten sollten nämlich direkt nach ihrem Auszug zum Berg Sinai geführt werden, dort die Thora erhalten und gleich anschliessend war der Einzug nach Israel geplant. Durch den Bau des Goldenen Kalbes aber wurde alles zunichte gemacht und stattdessen dauerte die Wanderung 40 Jahre. Somit hatte die individuelle Yetzer gesiegt. G - tt selber greift kaum ein, denn schliesslich haben die Menschen ihren freien Willen und müssen allein zu der richtigen Erkenntnis kommen.

Der Ramban (Nachmanides, 1194 - 1270) stellt in seinem Thorakommentar die Frage, warum die Israeliten immer wieder aufschrien und sich beschwerten, andererseits jedoch ihr G - ttvertrauen bewahrten. Schon Rabbeinu Bachya (ben Ascher ibn Halawa) aus Saragossa (verstorben im Jahre 1340) und der Ramban nahm dessen Frage sowie Antwort mit in seinen Kommentar auf.

Rabbeinu Bachya und der Ramban sind der Meinung, dass es im Lager der Israeliten unterschiedliche Gruppen gab. Diese Gruppen vertraten verschiedene Interessen und so ergaben sich immer wieder neue Konflikte. Einmal wollte das eine Lager nach Ägypten zurückkehren, dann wieder wollten sie essen und dann ein Goldenes Kalb bauen. Moshes grandiose Aufgabe bestand darin, der Anführer aller zu sein und ich stelle mir häufig die Frage, wie er das bloss schaffte.

Trotz all der alltäglichen Wunder rebellierten immer wieder neu einige der Interessenlager. Ist uns das so furchtbar fremd ? Sind wir nicht heute genauso ? Man schaue sich nur eine "normale" jüdische Gemeinde an !

Schabbat Schalom + Happy Tu be'Shevat !

Haredi Bashing

B"H

In der letzten Zeit habe ich recht viel von jenen Juden berichtet, die sich entschlossen, aus welchen Gründen auch immer, die haredische (ultra - orthodoxe) Gesellschaft zu verlassen. Natürlich interessiert mich dieses Thema nach wie vor, hoffe ich doch, einige Antworten auf meinen eigenen "Fall" zu bekommen (finden).

Jedes Mitglied der haredischen Gesellschaft hat das Recht eben jene Gesellschaft zu verlassen. Jeder, der will, steigt letztendlich aus; baut sich allmählich ein neues Leben auf. Sucht sich einen Job und eine neue Bleibe; neue Freunde, einen neuen Lebensstil; Bildung, was auch immer. Die Wenigsten machen sich auf nach Hollywood, um ausgerechnet einen Film über ihre Vergangenheit zu drehen. Warum auch ? Ist man nicht beschäftigt genug, einen Platz in einer neuen Gesellschaft zu finden ?
Darüber hinaus machen die wenigsten Aussteiger im Nachhinein die gesamte haredische Gesellschaft madig. Stattdessen dürfte es jedem klar sein, dass es in JEDER Gesellschaft Positives sowie auch Negatives gibt. Bei all den vielleicht negativen Erfahrungen, sollte man niemals das Positive aus den Augen verlieren. Und die haredische Gesellschaft hat eine Menge Positives zu bieten. Diese Tatsache sollte genauso hervorgehoben und niemals vergessen werden. Nicht alle Frauen sind unterdrückt, wie sich das manche Außenstehende vorstellen. Nicht alles ist entweder nur schwarz oder weiss.

Rabbi Mordechai Machlis zur Parashat Beschlach


Rabbi Mordechai Machlis zum Tu be'Shevat


Mittwoch, Januar 27, 2010

Sarah Einfeld goes Fashion



B"H

Sarah Einfeld verliess vor fast zwei Jahren die chassidische Gruppe Gur und lebt seither mit ihren zwei kleinen Kindern in Ramat Gan (bei Tel Aviv). Mitte Januar dieses Jahres wurde sie von der israelischen Photographin Miri Davidovitz für das deutsche Modemagazin MAXI photographiert.

See you on Shabbos



B"H

Einige orthodoxe Juden starteten ein neues Projekt mit dem Ziel, Juden näher mit dem Schabbat und dem orthodoxen Judentum zu verbinden. Schidduchim (Ehepartner) stehen ebenso auf dem Programm. Man stellt halt insgeheim Leute einander vor.:-) 

Wer Interesse hat (und dies gilt weltweit):


Die Siteinhaber (Organisatoren) versicherten mir, dass der gesamte Service KOSTENLOS erfolgt !

Der "letzte Streimel Schrei"


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Anmerkung: Die Pelzmützen, welche viele Chassidim am Schabbat oder am Feiertag aufsetzen, werden in der Regel "Streimel" genannt.

Dienstag, Januar 26, 2010

Parashat HaMan (Manna)

B"H

Mehrere Leute zugleich sandten mir heute einen Link zur "Parashat HaMan (Manna)":

Segullah for Parnassah - Parshas HaMan


It is said over in the name of Rebbe Mendel of Riminov that saying Parshat HaMan  (Shneyim Mikroh V'Echod Targum) on Tuesday (heute) Parshas B'Shalach, is a Segulah for Parnasah.
(Tuesday Parshas B'Shalach is Today, Tuesday - January 26th)

Wer also heute die Thoralesung vom Manna (Man) zu Zeiten Moshes liest (siehe Buch Exodus - Schemot), dem wird, laut dem chassidischen Rebben Mendel von Rimanov, ein ausreichendes Einkommen beschert werden. 


Und hier der Link zur Parashat HaMan:

Tu Be'Shevat - Das Neujahrsfest der Bäume


B"H

Den diesjährige Feiertag Tu Be' Shevat feiern wir an diesem Donnerstag, 20. Januar 2011.

Der Tu Be' Shevat ist der 15. des jüdischen Monats Shevat und ein Halb - Feiertag. Wenn er nicht gerade auf einen Schabbat fällt, wird am Tu Be' Shevat ganz normal gearbeitet. Mit Tu Be' Shevat beginnen die ersten Bäume in Israel zu blühen. Selbst wenn das Wetter noch winterlich ist.

In der Thora findet dieser Feiertag keine Erwähnung, stützt sich aber dennoch auf einen Satz in Deutoronomy 20:19: "Der Mensch ist ein Baum - HaAdam Hu Etz HaSadeh". Somit gilt der Tu Be'Shevat trotzdem als biblischer Feiertag. Außerdem wird Tu Be' Shevat mit den Abgaben von Früchten an den Tempel (Trumot und Ma'asrot) in Verbindung gebracht.



Traditionelles Baumpflanzen am Tu Be'Shevat


Juden werden in der Literatur oft symbolisch mit einem Baum in Verbindung gebracht. Was haben sie beiden gemeinsam ? Wie ein Baum so muss ein Jude wachsen und für das Wachstum ist Wasser erforderlich. Wasser symbolisiert die Thora und somit kann ein Jude nur durch Thorastudium wachsen.

Im Buch Shaarei HaMoadim (von Chabad) heisst es, dass ein Jude immer mit der Quelle seines Ursprungs verbunden sein muss: mit der Thora.

Durch die Thora wächst er und trägt Früchte, welches die Einhaltung der Mitzwot sind. Am Tu Be' Shevat besteht Gelegenheit, dass Thorastudium neu aufzunehmen. Gleichzeitig gibt dieser Feiertag der Seele (Neshama) Kraft, höher aufzusteigen.

Für Rabbi Nachman von Breslov symbolisiert ein Baum Weisheit (siehe die Bäume des Lebens und des Wissens im Paradies) und er stellt die Beziehung von Himmel und Erde dar. Ein Mensch muss seine Wurzeln in dieser Welt haben, aber dabei zu G - tt aufschauen und spirituell wachsen.

Es ist üblich, am Tu Be' Shevat eine Seder abzuhalten, an der Wein oder Traubensaft getrunken und Früchte aus Israel gegessen werden. Der ARI (Rabbi Yitzchak Luria) hatte den Brauch, 15 unterschiedliche Früchte zu essen. Granatäpfel, Oliven, Honig, Feigen, Datteln, Weintrauben und vor allem getrocknete Früchte, wie Bananen, Aprikosen oder Erdbeeren....all das wird am Tu Be' Shevat gegessen.

Fasten ist halachisch verboten und Tachanun wird ausgelassen.
Nebenbei sollte noch erwähnt werden, dass es einen Diskurs zwischen dem Haus Shammai und Hillel gab. Shammai betrachtete den 1. Shevat als Neujahrstag der Bäume und Hillel, dem wir heute noch folgen, sah den 15. Shevat als dessen an.

In der chassidischen Gruppe Satmar folgt man dem Brauch, 18 verschiedene Früchte zu essen und vor dem Essen jeder Frucht wird "Shir HaMaalot" gesungen.

Vorab "Chag Sameach" und einen fröhlichen Tu Be'Shevat.

Übersetzung

B"H

Mir fiel auf, dass recht viele Leser sich die Mühe machten, auf meine hebräische Site zu klicken, um den Artikel bezüglich meines Treffens mit Sarah Einfeld (sie verliess die chassidische Gruppe GUR) zu übersetzen und zu lesen. Diese Mühe kann man sich etwas ersparen, indem man das Ganze HIER auf Deutsch liest !

Zum Internationalen Holocaust - Gedenktag


B"H


Zum Holocaust - Gedenktag habe ich einige Infos zusammengestellt, welche im deutschsprachigen Raum nicht unbedingt so geläufig sind:




Die gestohlenen jüdischen Kinder


Die dramatische Flucht des Klausenberger Rebben Yekutiel Yehudah Halberstam vor den Nazis


Die chassidische Reaktion auf den Holocaust


Das "Yad Vashem" in deutscher Sprache


Der Sinneswandel des Rabbi Yissachar Shlomo Teichtal


Die kontroverse Unantastbarkeit


Der Vatikan und seine jüdische Beute


Video: Osteuropas Chassidim im Holocaust


Rebbe Teitelbaum und der Kasztner Transport

Film: "Killing Kasztner"


In Erinnerung an Kalonymus Kalman Shapira

Montag, Januar 25, 2010

Zum "Geburtstag" im Judentum

B"H

Kabbalisten (ich glaube, es war Rabbi Yitzchak Luria, 1534 - 1572) lehren, dass ein Jude, der seinen Tikun (Seelenreparatur) in dieser Welt herauszufinden versucht, auf die Thoralesung (Parasha) schauen soll, zu welcher er geboren worden ist.
Viele Male passiert es, dass ein jeder von uns zu fragen beginnt, worin unser Lebenssinn in dieser Welt besteht. Warum sind wir hier und was haben wir Besonderes zu tun ?
Wie wir bereits wissen, wurde ein jeder Mensch mit einer ganz bestimmten Aufgabe auf dieser Welt erschaffen. Und sei es nur, einem Mitmenschen im Bus einen Sitzplatz anzubieten.

Juden haben ferner die Aufgabe, diese materielle Welt anhand von Thoramitzwot auf einen höheren spirituellen Level zu bewegen. Damit nicht genug, denn das Gleiche soll mit ihrer Seele (Neschama) geschehen. Doch was genau ist unser Tikun (Seelenreparatur? Was haben wir zu tun und wie genau schaut meine Aufgabe überhaupt aus ?

Kabbalisten erklären, dass jeder Jude auf die Thoraparasha schauen soll, die in der Woche seiner Geburt gelesen worden ist. Dort nämlich findet er seinen Tikun in dieser Welt. Man schaue auf die Mitzwot / Geschehnisse, welche in der jeweiligen Parasha enthalten sind.

Wer ganz präzise vorgehen will:
Ein weiteres kabbalistisches Konzept lautet, dass der wahre Geburtstag einer Person an dem Tage statfindet, an welchem ihn seine Mutter empfangen hat. Heißt: Der Tag an dem sie schwanger wurde.

Ich muss sagen, dass ich mich etwas verraten fühle, wenn ich da auf meine Geburtsparasha schaue. Da könnte man ja glatt in Ohnmacht fallen vor lauter Tikunanzahl.:-)))

Soviel zu reparieren ! Wer, um Himmels Willen, soll denn das alles schaffen ? Wie kann man nur zur Parashat YITRO (Inhalt: u.a. die Zehn Gebote) geboren werden ? Ist das nicht gemein ? :-)))

Der Irak gegen den Propheten Yechzekel


B"H

Der Prophet Ezekiel (Yechezkel) liegt südlich von Bagdad begraben und bis heute dient sein Grab als jüdische Pilgerstätte.

Wie lange noch, denn der Irak unternimmt vermehrt Versuche, die jüdische Geschichte des Landes sowie das Grab auszulöschen:

http://jewishrefugees.blogspot.com/2010/01/ezekiels-shrine-has-suffered.html

Rabbi Mordechai Machlis zur Parashat BO


Sonntag, Januar 24, 2010

Leaving the Fold

B"H

Junge amerikanische und kanadische Haredim (Ultra - Orhtodoxe) verlassen die Ultra - Orthodoxie.

Dieser Filmbericht lief in der vergangenen Woche auf dem israelischen YES.

Neue "MEGAKIRCHE" in Israel ?

B"H

"Esav Exposed" warnt vor dem Bau einer neuen "Megakirche" in Israel !

איזו דרך

Where is my Way (in Life) ?




Samstag, Januar 23, 2010

Die schöne Seite des Judentums

B"H

Nachdem ich auf meinem hebräischen Blog hin vermehrt über Haredim (Ultra - Orthodoxe Juden) berichte, die ihre Gesellschaft verlassen, bekam ich recht viele e - mails eben von derlei Leuten bzw. einigen, die darüber nachdenken, ob sie diesen Weg gehen sollen.

Ich persönlich finde es immer wichtig, dass solche Betroffenen nicht nur die negativen Seiten des Judentums (u.a. Gesellschaftszwang) erleben, sondern genauso das Positive. Also bot ich einen Schabbat in Jerusalem an und erwartete Absagen. Erstaunlicherweise war das Gegenteil der Fall und ich bekam Zusagen aus Tel Aviv. Demnach will ich in dieser Woche in Jerusalem einige Pläne aufstellen; zusammen mit einigen Rabbinern, denn das Religiöse ist durchaus erwünscht.

Rabbi Mordechai Machlis zur Parashat "Bo"

B"H

Seit langer langer Zeit war ich am gestrigen Abend (Erev Schabbat) einmal wieder bei Rabbi Mordechai Machlis zum Schabbatessen. Ich kam etwas später und fand mich selber eingequetscht an einem Tisch mit einer relig. Frau und ihren Töchtern. Neben uns eine Reihe amerikanischer frum Seminargirls. Die Stimmung war ausgesprochen gut, trotzdem es proppenvoll voll. Mindestens sechzig Leutchen waren versammelt.

Rabbi Machlis erklärte Folgendes zur Thoralesung "Bo":

"Der Auszug aus Ägypten" - bedeutete für die Israeliten nicht nur eine Befreiung aus der Sklaverei, sondern auch eine Befreiung aus der spirituellen Fessel. G - tt wollte, dass sie sich spirituell wiederbeleben, um kurz darauf die Thora in Empfang nehmen. Die Sklavenmentalität ablegen und dem EINEN G - tt vertrauen.

Und wie schaut es mit uns heutzutage aus ?
Sind wir soviel besser wie die damaligen Israeliten ? Leben nicht auch wir in unserem spirituellen Ägypten innerhlab der Woche ? Mit unseren Alltagssorgen, wobei wir alles andere Positive um uns herum fast vergessen ?

Jeder Schabbat bedeutet einen Auszug aus Ägypten ! Einen Auszug aus dem Alltag, wo wir uns auf spirituelle Werte besinnen sollten und die Alltagssorgen für einige Stunde beiseite legen.

Der Rabbi hatte noch einen weiteren Rabbiner zu Besuch: Rabbi Aryeh (Nachname habe ich leider nicht mitbekommen) aus Detroit (Michigan). Rabbi Aryeh lehrte, dass ein religiöser Jude seine Fragen hat. Doch halten ihn diese Fragen davon ab, die Thora einzuhalten ? Ein weiser Jude stellt seine Fragen, ohne die Thora abzulegen !

Oftmals sind es diese kleinen Teachings, die uns aufzeigen, woraus unser Alltag besteht und worauf wir uns eigentlich besinnen sollten. Leider vergessen wir dies an den Wochentagen nur allzu schnell wieder …

Rabbi Machlis antwortete Rabbi Aryeh mit einem Teaching des Rabbi Shlomo Carlebach, in dem es heißt, dass soviele Leute auf dieser Welt herumlaufen, die alle Antworten kennen. Immer haben sie nur Antworten. Dann wiederum gibt es Leute, die nur mit ihren Fragen herumlaufen, ohne eine Antwort zu finden. Wenn diese beiden Gruppen aufeinanderstossen täten und sich austauschen, dann komme Meschiach sofort.

Freitag, Januar 22, 2010

Schabbat Schalom



Auf der Suche


B"H

Die Dunkelheit (Choshech) ist eine der Zehn Plagen in der dieswöchigen Thoraparasha. Und wie wir wissen, will uns die Thora hiermit ebenso etwas Verborgenes mitteilen. Nämlich dass wir uns heute ebenfalls in der Dunkelheit befinden. Jeder Einzelne von uns kennt die Zeiten, in denen es ihm mies geht und eine "spirituelle" Dunkelheit über ihn hereinbricht. Depression, Schicksalsschläge, Zweifel … Nicht immer geht es einem Menschen so toll, auch wenn wir, lt. G - tt, nicht in Depressionen verfallen sollten.

Eine Patentlösung hat niemand auf Erden, doch das was wir tun sollten, ist stets ein wenig Freude in unserem Leben zu halten und nicht ganz absinken. Diese Freude ist es letztendlich, die einen wieder hochzieht. Freude und Sinn. Wie oft sind wir danach auf der Suche. Noch in Deutschland war ich mit Freunden stets im Fürther Stadtpark auf Sinnsuche. Im Nachhinein stellte ich fest, dass es nichts zu suchen gab, denn insgeheim hatte ich meinen Lebenssinn schon gefunden. War also die ganze Mühe umsonst ?
Jemand sagte mir einmal, dass das Schönste an der Sinnsuche die Suche selbst sei. Und das kann ich hiermit bestätigen. Wie langweilig, wenn man alles gefunden hat ! :-)

"Schabbat Schalom - Gut Schabbes" an alle Leser !

Donnerstag, Januar 21, 2010

Parashat Bo



Arbeh (Locust, Heuschrecke) 



B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

Immer wieder verhärtete G - tt das Herz von Pharao und selbst wenn der ägyptische Herrscher die Juden hätte gehen lassen wollen, er konnte es nicht, denn G - tt hatte ihm praktisch seinen "Freien Willen" im Leben genommen. Pharao musste so handeln, ob er wollte oder nicht. Die Ägypter und die Juden sollten einsehen, dass es da EINEN G - tt gibt, der dies alles bewerkstelligen kann.

Der Ramban (Rabbi Moshe ben Nachman, Nachmanides - 1194 - 1270) schreibt in seinem Kommentar:

Raschi kommentiert, dass die Heuschreckenplage, welche sich in der Zeit des Propheten Yoel (Buch Yoel - Sefer Yoel) zutrug, schlimmer war als jene bei Moshe in Ägypten. Grund sei die Verzahl unterschiedlicher Heuschreckenarten in der Zeit Yoels. In Ägypten bestand die Plage nur aus einer einzigen Heuschreckenart.


Die Heuschreckenplage in Ägypten traf am 1. Shevat auf natürlichem Wege (mit dem Ostwind - siehe Exodus 10:13) wohin gegen die Heuschreckenplage bei Yoel ein spezieller Akt G - ttes war.

Raschi (Rabbi Shlomo ben Yitzchaki) stellt in seinem Kommentar die Frage, warum G - tt denn Moshe zu Pharao entsandte, wenn das Herz des Herrschers sowieso schon verhärtet worden war. Wieso dahin gehen und nur den Ablehnungen Pharaos lauschen ? Raschi antwortet, dass G - tt wollte, Moshe solle Pharao warnen.

Die vergangene Parasha, Parashat Va'era, schloß mit der Beschreibung der Plage des Hagels. Vielen Kommentatoren, darunter auch Rabbi Samson Raphael Hirsch, fiel auf, dass die Thora uns nicht sagt, dass der Hagel gänzlich verschwand. Stattdessen heißt es, dass er stoppte. Wieso stoppte er nur ?

Rabbi Hirsch kommentiert, dass der Hagel in der Luft stoppte und dort bestehen blieb.
Warum aber kam der Hagel nicht als Regen herab ? Kann er nur einfach so in der Luft stehenbleiben ?
Nichts passierte und weitere Kommentatoren sind der Meinung, dass sich der Hagel immer noch in der Luft befindet und von G - tt als Waffe im Krieg von Gog und Magog gegen jene Völker eingesetzt wird, welche sich gegen Israel erheben.

In der dieswöchigen Thoralesung folgen die Heuschrecken (Arbeh) - sowie die Plage der Dunkelheit (Choschech). Dazu heißt es recht seltsamerweise in der Thora, dass die ersten drei Tage der Dunkelheit kein Ägypter in der Lage war, etwas zu sehen. Darauf wird uns jedoch mitgeteilt, dass die folgenden drei Tage kein Ägypter in der Lage war, sich auch nur zu bewegen.

Der Ramban (Nachmanides) sagt, dass die Dunkelheit keineswegs so zu verstehen sei, dass da die Sonne nicht scheine oder sie verdeckt sei. Vielmehr kam diese unvorstellbare Dunkelheit direkt von G - tt und war so konzentriert, dass sie sogar jede Kerze erlöschen ließ. Hierbei redet der Ramban sogar von einer spezifischen Wolke, die vom Himmel herabkam und die Plage der Dunkelheit verursachte. Eine übernatürliche Dunkelheit und keineswegs die natürliche der Nacht.

Der Maharal von Prag schreibt in seinem Thorakommentar "Gur Aryeh", dass es den Ägyptern während der ersten drei Tage der Plage unmöglich war, sich gegenseitig zu sehen. In den weiteren Tagen jedoch war die Dunkelheit so dick, dass sich die Ägypter nicht mehr bewegen konnten.

Die Midrash Rabbah nennt zwei Gründe für die Plage der Dunkelheit:
Während die Ägypter ausgeschaltet waren, sahen die Israeliten genug. So gingen sie in die Häuser der Ägypter und schauten, wo deren Juwelen versteckt lagen. Mit dem Auszug aus Ägypten nämlich forderten sie von ihren Bossen den ausstehenden Lohn für all die Jahre und natürlich wollten die ägyptischen Sklavenhalter nichts zahlen und sagten, sie hätten kein Geld. Und so machten sich die Israeliten auf und nahmen sich, was ihnen zustand.

Der zweite, weniger bekannte Grund, den die Midrash Rabbah diesbezüglich nennt ist, dass es schon zu der Zeit Israeliten (Juden) gab, welche sich so sehr assimiliert hatten, dass für sie ein Auszug aus Ägypten nicht mehr möglich war. Deshalb beschloß G - tt, diese Juden zu töten. Die Dunkelheit sollte den Ägyptern diese Tatsache verbergen, dass da Menschen starben, denn hinterher hätten sie hämisch behaupten können, dass der G - tt der Juden ja seine eigenen Leute umbringe.

Insgesamt ist hier zu erwähnen, dass es talmudische Konzepte gibt, welche über verschiedene Gruppen von Juden Auskunft geben, inwieweit sich jemand assimilieren darf, um hinterher dennoch eine akzeptierte Teschuva (Umkehr zu G - tt) bekommen zu können. Wie weit darf sich ein Jude von G - tt und den Mitzwot entfernen ?
Vielleicht eine kleine Anregung, etwas tiefer über individuelle Handlungen nachzudenken.

Die Absicht G - ttes übernatürliche Geschehnisse einzusetzen und somit das jüdische Volk zu beschützen, dient einem Zweck: Nämlich den Völkern zu zeigen, dass es nur den EINEN, EWIGEN, UNENDLICHEN G - TT gibt und alle Götzen dieser Welt oder Menschen, die meinen G - tt zu sein, Lügner und Betrüger sind.

Anhand der offensichtlichen Wunder geben wir genauso die verdeckten Wunder zu. Alles auf dieser Welt erfolgt in einem g - ttlichen Einklang, den wir zwar nicht immer offen wahrnehmen. Manchmal sind die Verhältnisse dermassen im Verdeckten gehalten, dass wir gar kein Wunder erkennen. Was wir jedoch immer tun sollten, ist G - tt zu danken, dass er uns erschuf, denn ohne Ihn würden wir nicht existieren (siehe Ramban).

Im Judentum pochen wir auf das Konzept "S'char veOnesh - Reward and Punishment - Belohnung und Strafe". Erfüllen wir die Thoramitzwot, werden wir belohnt, tun wir es nicht, erfolgt dies nicht, erfolgt die Strafe. Wobei niemals der Aspekt der "Teschuva - Umkehr zu G - tt" ausgelassen werden darf. Diese Umkehr besteht fast immer und kann eine ungeahnte Belohnung bzw. einen Aufstieg der eigenen Seele in hohe Level hervorrufen.
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Ein im Judentum wichtiges und immer wiederkehrendes Konzept:

Die EREV RAV (Mixed Multitude)


Wer sind sie und wo liegt ihr eigentlicher Ursprung ?
An sich sind die Erev Rav einen eigenen Artikel oder ein ganzes Buch wert. Thorakommentatoren gehen weniger auf sie ein als der Talmud und die Kabbalah.

In der Thora (Exodus 12:38) heißt es, dass neben den Israeliten auch die Erev Rav Ägypten verließ, Raschi sagt lediglich, dass es sich hierbei um ägyptische Konvertiten zum Judentum handele.


Die folgenden Berichte sind sowohl aus Quellen des litvish - haredischen Kabbalahverständnis (aus der Schule des Vilna Gaon) als auch aus der chassidischen Schule des Kabbalahverständnisses. Beide Gruppen legen die Kabbalah des großen Kabbalisten, Rabbi Yitzchak Luria 1534 - 1572, in gewissen Themenbereichen unterschiedlich aus. Des Weiteren nenne ich Meinungen aus dem manchmal umstrittenen Buch "Emek HaMelech" (ein Kommentar zu den Schriften des Rabbi Y. Luria). Die Quellen sind jedoch von geringer Bedeutung, denn fast alle stimmen dem allgemeinen Bild von der Erev Rav zu.

Moshe entschied sich gegen den Willen G - ttes, unaufrichtige Konvertiten mit aus Ägypten zu nehmen. G - tt selbst warnte ihn zuvor, dass diese erhebliche hohe Bevölkerungsgruppe unentwegt Probleme bereiten wird. Im weiteren Verlauf werden wir sehen, dass es fortwährend diese Erev Rav waren, welche die Israeliten aufstachelten, gegen G - tt zu rebellieren. Unter anderem waren sie ebenso für den Bau des Goldenen Kalbes verantwortlich.
Aber nicht nur beim Marsch durch die Wüste erwiesen sich die Erev Rav als Plage. Da sie sich nach dem Einzug in das land Israel mit den Juden vermischten, gibt es sie bis heute in unserem Volk. Der Gaon aus Vilna unterscheidet fünf Gruppen innerhalb der Erev Rav und es heißt, dass nicht der Kampf gegen die Ishmaeliten der größte Hinderungsgrund für das Eintreffen des Meschiach sei, sondern der jüdische Kampf gegen die Erev Rav. Ein interner Kampf innerhalb des jüdischen Volkes, von dem wir heute schon einiges sehen. Immer wieder stacheln Juden andere Juden an, sich von G - tt loszulösen und doch lieber machen sollen, was sie wollen. Aber nicht nur das; auch Rabbiner teilt der Vilna Gaon den Erev Rav zu. Nämlich all jene, die nur auf ihren eigenen Ruf bzw. Vorteil aus sind, andere Leute ausnutzen und die Thora falsch lehren. Laut dem Gaon aus Vilna wird es unsere größte Herausforderung sein, die Erev Rav zu besiegen.

Kommentare zu den Erev Rav:

- Jegliche Diaspora sowie die Tempelzerstörungen gehen auf das Konto der Erev Rav (Tikunei HaZohar).
- Die Erev Rav schädigen Israel mehr als jede andere Nation (Rabbi Simcha Yissachar Halberstam).
- Moshes Ziel war, die Erev Rav auf den richtigen Pfad zu führen, doch er scheiterte. Heutzutage sind die Erev Rav führende jüdische Persönlichkeiten, doch der Meschiach, welcher einen Funken von Moshe enthält, wird sie schließlich besiegen (Bnei Yissachar).

Wie schon zuvor erwähnt, waren die Erev Rav unaufrichtige ägyptische Konvertiten. Viele sind der Meinung, dass diese selbst Sklaven waren und sahen, dass die Israeliten einmal die Skalverei verlassen und in ihr eigenes Land zurückkehren werden. Genau darin sahen die Erev Rav ihren Vorteil, denn auch sie wollten aus der Skalverei heraus. So kam das Judentum ihnen gerade recht. Übrigens sehen wir in der Geshichte (bis in die heutige Zeit hinein), dass es immer wieder Leute gab, die aus dem eigenen Vorteil heraus zum Judentum konvertierten. Zu Zeiten König Davids sowie seines Sohnes, König Salomons, gab es jedoch keine Konvertiten zum Judentum. Auch wird es diese nach dem Eintreffen des Meschiach nicht mehr geben.

Beim Marsch durch die Wüste standen die Erev Rav gesellschaftlich unter den Israeliten und bekamen auch kein Manna vom Himmel. Stattdessen aßen sie die Reste der anderen. Auch mußten sie dem Marsch hinterherlaufen und waren nie vorne mit dabei. Mischehen gab es zu der Zeit keine, sondern erst im Lande Israel als viele den Überblick verloren, wer wer ist. So gelang es den Erev Rav schließlich im jüdischen Volk unterzutauchen.

Woher aber kamen diese Erev Rav und wieso ließ G - tt dies alles zu ?
Der Talmud Traktat Chagigah 13b - 14a gibt uns Auskunft. Das eigentlich Konzept jedoch geht auf einen Psalmenvers (105:8) zurück, wo geschrieben steht, dass G - tt den Juden die Thora nach 1000 Generationen geben wird.
Nach 1000 Generationen ?
Tatsache aber ist, dass die Juden die Thora schon nach 26 Generationen erhielten. Fehlen da nicht 974 Generationen ? Wo sind diese entschwunden ?

Im Talmud Chagigah sowie in unzähligen kabbalistischen Schriften steht, dass G - tt vor der Welterschaffung 1000 Generationen von Seelen erschuf. Dieses ist wieder einmal mehr als Metapher zu verstehen und NICHT wörtlich zu nehmen. Erschuf heißt hier "in Seinen Gedanken" und nicht, dass die Seelen physisch existierten. G - tt "dachte" nur an deren Erschaffung. Seither werden jene Seelen in jede Generation gepfanzt und haben die Aufgabe, sich zu perfektionieren. Bisher schlug das meistens fehl und somit wurden sie immer wieder aufs Neue reinkarniert. Meinungen besagen, dass der Meschiach erst dann eintrifft, wenn all diese Seelen perfektioniert sind. Die Seelen der Erev Rav wurden in mehreren Generationen reinkarniert. So in der Generation des Enosh, in der Generation von Noach, in der Generation von Sodom und später in der Generation, welche mit Moshe durch die Wüste marschierte.

Und so setzt sich die Liste der Erev Rav - Seelen bis heute fort. Identifizieren kann sie heute niemand mehr außer G - tt selber. Der letzte, der dau in der Lage war, war Rabbi Yitzchak Luria und vielleicht später noch der Baal Shem Tov. Heutzutage gibt es keinen so großen Kabbalisten mehr, der überhaupt zu Seelendeutungen in der Lage ist. Spätestens in der Zeit des Meschiach wird sich alles aufklären.

Wieso läßt G - tt so etwas zu ?

Er selber hatte alles ganz anders geplant, aber da Adam Und Eva (Chava) im Paradies von einem Baum aßen, von dem sie nicht hätten essen sollen, wurden sie sich ihres freien Willens bewußt und nutzten ihn ausgiebig aus. Die in Adam enthaltetenen Seelen hätten ursprünglich perfektioniert werden sollen, doch Adam entschloß sich anders.

Wozu gab es überhaupt 10 Plagen ? Hätte nicht eine ausgereicht ?
Auch zu dieser Frage gibt es ausgiebige kabbalistische sowie chassidische Erklärungen, die ich aber auslasse. Stattdessen nenne ich eine Meinung des derzeitigen Rebben der chassidischen Gruppe Slonim aus Jerusalem, Rabbi Shmuel Bozorowsky. G - tt wollte den Israeliten bewußt machen, dass es Ihn gibt und Er der alleinige einzige G - tt über jede Schöpfung ist. Und dieses Ziel erkannten die oft assimilierten und teilweise frustrierten Israeliten nicht immer sofort.

Schabbat Schalom

Yiddish Paris

Was man lesen sollte ...

B"H

Interessante Blogs:

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Jewish Refugees (aus arabischen Landesteilen) 


Mittwoch, Januar 20, 2010

Aus den Lehren des Rabbi Avraham Yitzchak HaCohen Kook

B"H

Ziel des Meschiach ist es, die Welt spirituell wiederzubeleben und die Menschheit zu perfektionieren. Die Kriege, die Meschiach führen wird, dienen nicht der Zerstörung, sondern vielmehr der Errichtung G - ttes Königreiches auf Erden. Der Meschiach besteht aus Liebe zu den Menschen und wird das universal Gute über die Menschheit bringen. Den anderen Völkern ein Vorbild zu sein (siehe Jesaja - Yeshayahu 42:6) bedeutet keinesfalls auf die Völker herablassend herunterzuschauen. Was der Vers besagt ist, dass Juden die Nichtjuden genauso lieben sollen und sie gleichsam zu einem positiven moralischeren Verhalten veranlassen. Juden haben die Aufgabe, den Nichtjuden deren spirituelle Aufgabe in dieser Welt zu verdeutlichen.

Juden finden die wahre Bedeutung ihres Judentums in ihrer Einstellung zum Land Israel. Thora und Mitzwot finden ihre Perfektion in ISRAEL und nicht in der Diaspora.
Rabbi Avraham Yitzchak Kook (gesprochen: KUK) schrieb diese Worte während des Ersten Weltkrieges. Zu der Zeit war das Land Israel für die Mehrheit der in der Diaspora lebenden Juden unerreichbar. Wie sollte da Israel von Juden bevölkert werden ?

Rabbi Kook sah den Ersten Weltkrieg als Einleitung der Erlösungsphase des jüdischen Volkes. "Gibt es einen großen Krieg auf dieser Welt, dann erwacht die Power des Meschiach".
Rabbi Kook lehnte jeglichen Kriegshorror sowie Gewalt ab, doch sobald er Kriege durch die Thoraperspektive betrachtete, kam er zu der Überzeugung, dass Kriege gleichfalls etwas Positives besitzen. Nämlich das Licht des Meschiach.

Die Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Traktat Sanhedrin lehrt, der Meschiach erscheine nach einer Reihe katastrophaler Zeiten für die Juden (allerdings nennt die Gemara noch weiter anderweitige Inhalte !). Rabbi Yochanan sagt in der Gemara, dass sobald sich schreckliche Zeiten anbahnen, der Meschiach erwartet werden darf.

Zeitgeschehnisse sind nicht nur einzigartige Ereignisse innerhalb der Geschichte, sondern vielmehr haben sie einen Bezug zur Vergangenheit und Zukunft. G - tt universaler Plan sieht all die Ereignisse vor, die aufeinander aufbauen und zu einem ultimativen Ziel führen werden. Das ist der Gen, mit welchem G - tt unser Universum erschuf. Geschehnisse folgen in Zeitabschnitten und so wird das Eintreffen des Meschiach erfolgen. Alles ist ein Zeitprozess, der irgendwann einmal seinen Lauf begonnen hat.

Jetzt kann man fragen: "Wo war Meschiach als die brutalen Kreuzritter die Juden niedermetzelten ?"
Rabbi Kook richtet sein Augenmerk nicht nur auf Mord und Zerstörung, sondern ebenso auf die letztendliche Rettung G - ttes auserwählten Volkes.

Rabbi Kooks Weltanschauung basiert darauf, dass sämtliche Ereignisse gleichsam einen Entwicklungsprozess innerhalb des jüdischen Volkes darstellt. Das jüdische Volk ist das Zentrum des Universums, das Herz der Welt (siehe SEFER KUZARI 2:36). Die Welt wurde wegen Israel (den Juden) erschaffen (siehe SHIR HASHIRIM RABBAH 2:6). Daher kann selbst in der Dunkelheit des Ersten und Zweiten Weltkrieges als die Juden ums Überleben kämpften, ein Licht gefunden werden. Betrachtet man die Welt durch eine tiefe Thoraweisheit, wird einem bewusst, dass Zerstörung ebenso als Fundament für eine Wiedergeburt (Wiederaufleben) gesehen werden kann.

Die andere Seite der Medaille

B"H

Empfehlenswert und unkompliziert zu lesen:

THE OTHER SIDE OF THE STORY
"Giving people the benefit of the doubt - stories and strategies"

von Yehudit Samet

Erschienen im ARTSCROLL Verlag


Das Buch befasst sich mit dem jüdischen Konzept des "Kaf S'chut - Benefit of a Doubt - Zweifel zu Gunsten einer zweiten Person".

Tagtäglich passiert uns Folgendes:

Wir ärgern uns über den unfreundlichen Nachbarn, den aggressiven Busfahrer, den lahmen Schalterbeamten. "Warum ruft uns ein Freund nicht gleich zurück, wo doch die Angelegenheit so dringend erscheint ?"


All dies mögen ganz einfach Nachlässigkeiten unserer Mitmenschen sein, doch steckt nicht oftmals  viel mehr dahinter als wir sofort genervt annehmen .
Was ist mit der anderen Person ? Wie schaut seine Seite der Medaille aus ?

Genau darauf geht das Buch ein und es macht dem Leser klar, dass alles im Leben nicht immer so leicht und beschwinglich verläuft, wie man sich das vorstellt. Bedenken wir, unter anderem, die Probleme unserer Mitmenschen ? Wieso kam jemand nicht pünktlich zur Verabredung uns liess uns warten ? Was, wenn etwas passierte ? Was, wenn der Bekannte selbst in einer privaten Zwickmühle befindet ? Beziehen wir diese Gedanken mit in unseren Ärger ein oder denken wir nicht lieber erst einmal an uns selber ?

Wir sind gezwungen, mit anderen Menschen zusammenzuleben und können davon, optimal betrachtet, profitieren. Gedankenaustausche, Kommunikation oder Liebe.
Juden besitzen spezielle Anweisungen wie sie dieses Zusammenleben meistern sollen. Hierbei besonders das "großzügige Richten einer anderen Person - Kaf S'chut".

In den "Pirkei Avot" (2:5) sagt Hillel:
"Richte nicht Deinen Freund bis Du Dich in seiner
Position befindest !"

Es gibt Situationen, in denen Vorfälle auf Missverständnissen basieren oder wir glauben, das Geschehen zu erfassen, verfügen jedoch längst nicht über alle Infos / Details. Demzufolge richten wir zu blind und voreilig.


Fallbeispiel:

Eine gute Freundin fuhr in den Urlaub ohne uns etwas davon zu sagen. Wie konnte sie das tun ?

Nun versuchen wir "Kaf S'chut" in die Angelegenheit zu bringen und uns nicht vorab schon aufzuregen !

Geben wir der Freundin eine Chance !

1. Vielleicht war sie ja in dem Glauben, sie habe uns ihren Urlaub angekündigt.

2. Sie versuchte uns zu informieren, doch irgendwas kam dazwischen und hinterher vergass sie es.

3. Sie war sich so sicher, sie hätte uns bereits informiert.

4. Sie wollte niemanden verletzten, denn wäre ich nicht selber gerne in den Urlaub gefahren,
doch habe dazu kein Geld. Vielleicht wollte sie mir so die Scham ersparen ?

5. Sie wollte es berichten, doch ihr Gatte verbot es ihr.

6. Ihr Urlaub war Last Minute.

7. Sie kündigte den Urlaub an, doch man selber vergass es ganz einfach.

8. Beim letzten Male kündigte sie ihren Urlaub ganz aufwendig an, doch fiel dieser dann ins Wasser und es war ihr peinlich. Das wollte sie sich dieses Mal ersparen !

Was wir daraus lernen ist, immer wieder neu die andere Seite, die unserer Mitmenschen, mit einzubeziehen. Klar, gibt es Nachlässigkeiten und unliebsame Menschen, dennoch schadet es nie, den Grund für ein Geschehen herauszufinden, anstatt unnötig mies gelaunt und verärgert herumzulaufen. Darauf zu verzichten, den Mitmenschen zur Rede zu stellen und sich seine Seite der Medaille anzuhören, sollte man gewiss vermeiden. Ein klärendes Gespräch wirkt oft Wunder.

Dienstag, Januar 19, 2010

Wunder

B"H

Insbesondere die haredische (ultra - orthodoxe) Gesellschaft ist stark involviert in dem Glauben an "Wunder". Oft heißt es, dass sephardische Juden wesentlich mehr dazu neigen als die so rationalen aschkenasischen Juden. Nichtsdestotrotz, bei Haredim spielen die Wunder eine große Rolle, die ab und zu sogar stereotype Formen annehmen kann: "G - tt liess uns ein Wunder zukommen, indem er unsere Stadtteile vor Terrorangriffen verschonte, denn wir halten die Thoramitzwot".

G - tt erschuf das Universum in Form von Wundern; abseits bzw. über den Naturgesetzen. Einer Natur, wie wir sie heute verstehen. Der Rambam (Maimonides, 1135 - 1204) leugnet keinesfalls die Existenz von Wundern und wie viele unter der Leserschaft sicherlich wissen, besass der Ramban (Nachmanides, 1194 - 1270) einen ausgeprägten, manchmal sogar mystischen, Hang zu Wundern. Er war es auch, der die Worte des Propheten Jesaja (Yeshayahu, 11:6)) im wörtlichen Sinne interpretiert. Ja, in der Zeit des Meschiach wird es Veränderungen im Tierreich geben. Andere Kommentatoren wiederum betrachten die Worte des Jesaja als rein metaphorisch. Nicht die Tiere seien hier gemeint, sondern sie Völker leben im Einklang mit den Juden. Es werde Frieden herrschen.

Im Chassidismus besitzt der Zaddik (Gerechte) die Macht, Wunder auszuführen. Was aber sind Wunder und was Natur ? Verwechseln wir nicht manchmal das eine mit dem anderen ? Wir werden Zeuge einer Begebenheit uns zeigen und dermassen überwältigt, dass wir sofort der Meinung sind, einem Wunder beigewohnt zu haben. Eben weil das Geschehen sich außergewöhnlich jenseits der Natur abspielte.

Ich glaube, es war der Rambam, der sagte dass als G - tt die Welt erschuf, Er einzigartige übernatürliche Verhaltensweisen in Dinge integrierte. Beispiel: Als G - tt das Wasser erschuf, gab er diesem das Potential sich zu spalten. Das Ergebnissen dessen sahen wir bei dem Auszug der Israeliten aus Ägypten (siehe die Thora Parasha der nächsten Woche "Beschlach").

Zahlreiche Wunder ereignen sich nur ein einziges Mal im Laufe der Geschichte. Nach dem Geschehen, ist das Wunder vorüber, alles kehrt zurück zu den Regeln der Natur und das Geschehen wird sich nicht noch einmal wiederholen.

Der Talmud Traktat Pesachim 54a lehrt uns, dass G - tt am Abend des allerersten Schabbat zehn Dinge erschuf. Darunter waren das Man (Manna), das Maul von Bilams Esel oder das Erdloch, welches Korach verschluckte. Bedeutet, dass diese Begebenheiten nicht einfach ein spontanes Wunder darstellen, sondern bereits zur Zeit der Welterschaffung geplant waren. Von G - tt in die Erschaffung eingewoben und nur auf den bestimmten Augenblick wartend, an welchem das Wunder zum Tragen kommen sollte. "Es gibt nichts Neues unter der Sonne" (Kohelet - Ecclesiastes) - weist darauf hin, dass G - tt jede einzelne Begebenheit im voraus plante.

Es heiß, dass Wunder stattfinden, aber sich die Frage stellt, wie wir damit umgehen. Nehmen wir alles ausgesprochen wörtlich und leben die Ekstase oder sind wir ebenso in der Lage verborgene Wunder, in die Natur eingewoben, zu erfassen ?

Bild des Tages

Die gestrigen Regenfälle in Jerusalem

 Haredim (Ultra - Orthodoxe) am Kikar Shabbat bedecken ihre Hüte mit Plastiktüten, um die teure Kopfbedeckung vor dem Regen zu schützen.